Siemens steigert Gewinn - Automatisierung schwÀchelt
08.08.2024 - 07:00:37Die Gewinne bei Siemens sprudeln wieder krĂ€ftiger. Im dritten Quartal seines GeschĂ€ftsjahres verdiente der MĂŒnchner Konzern unter dem Strich gut 2,1 Milliarden Euro, wie er mitteilte. Das waren 48 Prozent mehr als im von einem Sondereffekt belasteten Vorjahreszeitraum. Auch der Umsatz legte zu - um 4 Prozent auf 18,9 Milliarden Euro. Allerdings leidet das wichtige GeschĂ€ft mit der Automatisierung der Industrie weiter unter schwacher Nachfrage.
«Wir profitierten weiterhin von der anhaltend hohen Nachfrage bei der Elektrifizierung» betonte Siemens-Chef Roland Busch. «Ein weiterer Wachstumstreiber war unser besonders starkes industrielles SoftwaregeschĂ€ft, das einige gröĂere LizenzvertrĂ€ge gewinnen konnte. Das industrielle AutomatisierungsgeschĂ€ft bleibt allerdings weiterhin herausfordernd.»
Schwache Nachfrage beim MusterschĂŒler
Diese LizenzvertrĂ€ge retteten die Bilanz des Segments Digital Industries (DI). In normalen Zeiten ist es meist der MusterschĂŒler im Siemens Konzern, doch aktuell leidet das dort angesiedelte AutomatisierungsgeschĂ€ft unter schwacher Nachfrage und schlechter Auslastung seiner KapazitĂ€ten. Hier macht sich unter anderem bemerkbar, dass die GeschĂ€fte auch bei den Kunden zĂ€her laufen und teilweise noch LagerbestĂ€nde abgebaut werden. Immerhin die AuftragseingĂ€nge aus dem wichtigen Markt China konnten zulegen.
Dem Chef von Digital Industries, Cedrik Neike, scheint diese aktuelle SchwÀche aber nicht zu schaden. Am Vorabend der Zahlenveröffentlichung gab Siemens bekannt, dass sein Vertrag bis ins Jahr 2030 verlÀngert wurde. Neike gilt auf lange Sicht als potenzieller Nachfolger des amtierenden Konzernchefs Busch.
Das andere groĂe Segment Smart Infrastructure (SI) legte auf breiter Basis zu, insbesondere in den USA liefen die GeschĂ€fte hier gut. Auch die deutlich kleinere Bahn-Sparte Mobility lief solide.
Prognose bestÀtigt - teils am unteren Rand
Die Prognose fĂŒr sein noch bis Ende September laufendes GeschĂ€ftsjahr hat Siemens angesichts der aktuellen Entwicklung bestĂ€tigt. Die Zweiteilung des GeschĂ€fts zwischen dem gut laufenden Segment Smart Infrastructure und der schwĂ€chelnden Digital Industries zeigt sich allerdings auch hier: WĂ€hrend die Marge bei DI am unteren Rand der bisher angegebenen Spanne erwartet wird, soll sie bei SI am oberen Rand liegen.Â
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