Rekordgewinn, Wachstum

Rekordgewinn und zÀhes Wachstum bei Siemens

14.11.2024 - 07:00:37

Siemens leidet zwar unter eher zÀhen GeschÀften - insbesondere bei der Automatisierung - doch in der Bilanz steht ein Rekordgewinn. Dazu hat auch eine Ex-Tochter beigetragen.

Siemens kommt nur zĂ€h von der Stelle, verdient dabei aber prĂ€chtig. Der Konzern hat im abgelaufenen GeschĂ€ftsjahr 9 Milliarden Euro Gewinn nach Steuern erzielt - so viel wie nie zuvor, wie das Dax-Unternehmen mitteilte. Den Rekord verdankt der Konzern aber auch einem Buchgewinn von einer halben Milliarde durch die Übertragung von Anteilen an seiner Ex-Tochter Siemens Energy an den eigenen Pensionsfonds. Beim Umsatz kommen die MĂŒnchner dagegen nur langsam voran. So wird es den eigenen Vorhersagen zufolge auch im seit Oktober laufenden neuen GeschĂ€ftsjahr bleiben.

Siemens profitiere «von der anhaltend großen Nachfrage bei der Elektrifizierung, MobilitĂ€t und unseren industriellen Software-Angeboten», sagte Konzernchef Roland Busch. Das AutomatisierungsgeschĂ€ft bleibe dagegen «herausfordernd». 

Umsatz wÀchst nur leicht

Den grĂ¶ĂŸten Beitrag zum Ergebnis lieferte dieses Jahr die Sparte Smart Infrastructure, die deutlich zulegen konnte. Damit ĂŒberholte sie den bisherigen MusterschĂŒler Digital Industries mit dem schwĂ€chelnden AutomatisierungsgeschĂ€ft. Digital Industries leidet seit einiger Zeit unter anderem an hohen LagerbestĂ€nden bei Kunden und HĂ€ndlern. Dort sanken Umsatz und Ergebnis deutlich. 

Insgesamt konnte Siemens den Umsatz im GeschĂ€ftsjahr 2024 nur um 1 Prozent auf 75,9 Milliarden Euro steigern. Der Auftragseingang sank sogar um 6 Prozent auf 84,1 Milliarden. Im neuen GeschĂ€ftsjahr erwartet Siemens dennoch ein mĂ€ĂŸiges Umsatzwachstum von 3 bis 7 Prozent auf vergleichbarer Basis. Der Gewinn soll sich - ohne Sondereffekte - auf Ă€hnlicher Basis wie 2024 abspielen. Inklusive Sondereffekte hat Siemens die ersten 2 Milliarden Euro schon in der Tasche. Der jĂŒngst abgeschlossene Verkauf des Elektromotorenhersteller Innomotics sorgt fĂŒr einen vorlĂ€ufigen Gewinn in dieser Höhe, der im laufenden neuen GeschĂ€ftsjahr zu Buche schlagen wird.

@ dpa.de