Steuerzahlerbund: Bundesbank soll Gold aus USA zurĂŒckholen
04.02.2026 - 07:47:55Wegen der unberechenbaren Politik von US-PrĂ€sident Donald Trump fordert der Bund der Steuerzahler, die deutschen Goldreserven so bald wie möglich aus den USA nach Deutschland zu bringen. «Wir sind der Auffassung, dass es höchste Zeit ist, das deutsche Gold aus den USA zurĂŒckzuholen», sagte Michael JĂ€ger, VizeprĂ€sident des Bundes der Steuerzahler Deutschland, der «Mediengruppe Bayern». Das Vertrauen in die Vereinigten Staaten habe mit der Politik von Trump stark gelitten.
Deutsches Gold ist zweitgröĂter Goldschatz der Welt
Der aggressive Kurs von Trump im Grönland-Konflikt hat eine Debatte ausgelöst, ob das deutsche Gold in den USA noch sicher ist. Der von der Bundesbank fĂŒr den deutschen Staat verwaltete Goldschatz ist der gröĂte der Welt nach den BestĂ€nden der USA. Rund 3.352 Tonnen waren es Ende 2024. Mehr als die HĂ€lfte lagert nach Angaben der Bundesbank in eigenen Tresoren in Frankfurt. 1.236 Tonnen, knapp 37 Prozent, werden bei der Fed in New York aufbewahrt.Â
BundesbankprĂ€sident Joachim Nagel sieht keinen Grund, die deutschen Goldreserven aus den USA zurĂŒckzuholen. «Ich zweifele nicht daran, dass unser Gold bei der Fed in New York sicher aufbewahrt ist», sagte Nagel kĂŒrzlich der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung».
GroĂe Verlockung fĂŒr Trump?
Verbandsvize JĂ€ger verwies hingegen darauf, dass die USA jĂ€hrlich allein eine Billion US-Dollar (1.000 Milliarden) als Zinsen auf ihre steigenden Staatsschulden zahlen mĂŒssten. FĂŒr Trump sei es daher wichtig, «unbedingt zusĂ€tzliche Einnahmen zu generieren, zum Beispiel ĂŒber höhere Zölle». Diese reichten aber nicht aus. «Daher ĂŒbt Trump wachsenden Druck auf die unabhĂ€ngige US-Notenbank Fed aus.»
Die Verlockung sei groĂ, anderweitig an Gelder zu kommen. «Da bietet sich das deutsche Gold als Zugriffsmöglichkeit an. BegrĂŒnden könnte er das mit den enormen Kosten des US-Engagements in Deutschland und Europa seit dem Zweiten Weltkrieg», sagte JĂ€ger. «Das klingt zwar wie ein Horrorszenario, aber das Risiko ist zu hoch, um das Gold weiterhin in den USA zu belassen.» Letztlich sei fĂŒr die Entscheidung ĂŒber eine RĂŒckholung aber allein die Bundesbank zustĂ€ndig, betonte er.


