Skoda trotzt Konzernkrise bei VW
12.03.2026 - 11:08:11 | dpa.deDie tschechische Volkswagen-Tochter Skoda fĂ€hrt ihrem Mutterkonzern davon. Der Autobauer steigerte sein Ergebnis im laufenden GeschĂ€ft 2025 gegenĂŒber dem Vorjahr um 8,6 Prozent auf rund 2,5 Milliarden Euro. Das teilte das Unternehmen mit Sitz in Mlada Boleslav mit. Der Umsatz sei um 8,3 Prozent gestiegen und habe erstmals die 30-Milliarden-Marke ĂŒberschritten. Der operative Gewinn des Volkswagen-Gesamtkonzerns brach indes im gleichen Zeitraum um gut die HĂ€lfte ein. Angaben zum JahresĂŒberschuss machte Skoda nicht.
Kunde entscheidet
Die Erwartungen seien ĂŒbertroffen worden, sagte der Skoda-Vorstandsvorsitzende Klaus Zellmer in Prag. Der 58-JĂ€hrige nannte mehrere GrĂŒnde: Skoda habe nicht nur ein «extrem effizientes GeschĂ€ftsmodell», sondern auch sehr motivierte Mitarbeiter. Zudem entwickele, produziere und verkaufe man das, was der Kunde wolle - unabhĂ€ngig von der Antriebsart.Â
«Unser Plan ist es, flexibel zu bleiben», sagte Zellmer. Er rĂ€umte ein, dass Skoda anders als etwa Porsche nicht von den Zöllen der USA auf Importe betroffen ist, da die Marke nicht in Nordamerika prĂ€sent ist. Doch habe man in der Vergangenheit den russischen Markt verlassen und ziehe sich aus China zurĂŒck. «FĂŒr uns wird das Wachstumszentrum Indien sein», sagte Zellmer.
Nachfolger fĂŒr Karoq kommt
Auch wenn der Anteil der Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride auf mehr als ein Viertel gestiegen ist, setzt Skoda weiter auch auf Verbrennungsmotoren. Gerade erst hat man beschlossen, einen Nachfolger fĂŒr den Kompakt-SUV Karoq in Tschechien zu bauen. Das neue Modell werde in rund zwei Jahren mit konventioneller und Hybrid-Variante auf den Markt kommen, sagte Zellmer: «Das ist unsere Reaktion auf die Verlangsamung der Transformation hin zu batterieelektrischen Fahrzeugen.»
Auch Skoda will schlanker werden
Der Volkswagen-Konzern hat das Ziel bekrĂ€ftigt, bis 2030 rund 50.000 Stellen in Deutschland wegfallen zu lassen. Skoda hatte bereits vor drei Jahren ein Effizienzprogramm gestartet, um bis 2028 15 Prozent der Stellen in Bereichen einzusparen, die nicht direkt an der Produktion beteiligt sind. Zu einem Teil sollen dafĂŒr neue Jobs in Bereichen wie der KĂŒnstlichen Intelligenz entstehen. Eine groĂe UnwĂ€gbarkeit bleibt das geopolitische Risiko mit dem Iran-Krieg und der Blockade der StraĂe von Hormus.
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