Inflation, Deutschland

Wo Menschen in Deutschland aktuell am stÀrksten sparen

13.02.2026 - 04:05:04

Sofa, neue Winterjacke oder Restaurantbesuch? Eine Umfrage zeigt, bei welchen Ausgaben sich Verbraucherinnen und Verbraucher besonders beschrÀnken. Lebensmittel sind es nicht.

Viele Menschen in Deutschland halten sich beim Einkaufen und Konsumieren zurĂŒck. Am meisten gespart wird offenbar bei Freizeitausgaben wie Kino, Theater, Konzerten und Restaurantbesuch. Das zeigt eine reprĂ€sentative YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse Agentur. 42 Prozent der Befragten halten sich hier am stĂ€rksten zurĂŒck. 

Auch bei Urlaub (34 Prozent), Möbeln (32 Prozent), Bekleidung (29 Prozent) und Elektronikprodukten (28 Prozent) wird hĂ€ufig gespart, bei Lebensmitteln seltener (14 Prozent). Jeder FĂŒnfte gibt an, in keinem der Bereiche seine Ausgaben zu reduzieren. 4 Prozent machten keine Angaben. AuffĂ€llig ist: Frauen sparen bei Bekleidung hĂ€ufiger als MĂ€nner. Junge Menschen zwischen 18 und 34 Jahren beschrĂ€nken sich bei Lebensmitteln und Bekleidung ĂŒberdurchschnittlich stark, bei FreizeitaktivitĂ€ten dagegen weniger. 

YouGov hat vom 6. bis 9. Februar 2.100 Menschen in Deutschland ab 18 Jahren reprÀsentativ befragt. Die Teilnehmer konnten bis zu zwei Bereiche auswÀhlen, in denen sie besonders sparen. 

Verbraucherpreise stark gestiegen 

Dass Verbraucher derzeit zurĂŒckhaltend konsumieren, hĂ€ngt vermutlich damit zusammen, dass die Alltagskosten aufgrund der hohen Inflation in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts lagen die Verbraucherpreise im Dezember im Schnitt knapp 23 Prozent ĂŒber dem Niveau von 2020. 

Nahrungsmittel und alkoholfreie GetrĂ€nke haben sich im selben Zeitraum um fast 37 Prozent verteuert. FĂŒr einen vergleichbaren beispielhaften Wocheneinkauf, der vor mehr als fĂŒnf Jahren 100 Euro kostete, waren zuletzt rechnerisch etwa 137 Euro fĂ€llig. Gestiegen sind auch die Preise fĂŒr den Besuch von Kino (+26 Prozent), Theater (+16 Prozent), Oper und Musical (+19 Prozent). Der Verzehr einer Hauptspeise in der Gastronomie ist 36 Prozent teurer geworden, der eines alkoholischen GetrĂ€nks dort 29 Prozent. 

Auch bei anderen Ausgaben mĂŒssen Verbraucher tiefer in die Tasche greifen. Eine Pauschalreise im Inland kostet laut Bundesamt durchschnittlich 27 Prozent mehr, eine auf die Kanaren 53 Prozent. Der Kauf eines Bettes war zuletzt 23 Prozent teurer, der eines Kleiderschranks 28 Prozent. Die Preise fĂŒr Sakkos, Jacken oder MĂ€ntel fĂŒr Herren sind seit 2020 um 9 Prozent gestiegen, die fĂŒr Damenblusen um 11 Prozent. Ein Damenschlafanzug kostet 23 Prozent mehr.

@ dpa.de

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