Esken, Grundrecht

Esken: Wollen ganz klar an Grundrecht auf Asyl festhalten

07.04.2025 - 05:23:08

SPD-Chefin Saskia Esken zieht wÀhrend der Koalitionsverhandlungen mit der Union deutliche Grenzen in der Asylpolitik.

Es sei ganz klar, dass die SPD am Grundrecht auf Asyl festhalten wolle, sagte sie in der ZDF-Sendung "Berlin direkt". Es sei zu Recht in der Verfassung verankert. Gleichwohl hÀtten die Sozialdemokraten erkannt, dass das aktuelle europÀische Asylrechtssystem nicht funktioniere.

CDU-Chef Friedrich Merz und die Union hatten vor der Bundestagswahl einen deutlich hĂ€rteren Kurs in der Migrationspolitik gefordert. Merz hatte im Wahlkampf gesagt, er wolle am ersten Tag einer Amtszeit als Bundeskanzler das Innenministerium mittels seiner Richtlinienkompetenz anweisen, "ausnahmslos alle Versuche der illegalen Einreise zurĂŒckzuweisen". In ihrem Sondierungspapier kĂŒndigten Union und SPD spĂ€ter unter anderem umfassendere ZurĂŒckweisungen an den Landesgrenzen in Abstimmung mit den NachbarlĂ€ndern an.

Darauf angesprochen, ob Asylverfahren auch in Drittstaaten ausgelagert werden könnten, sagte Esken, dass andere Staaten das bereits ausprobiert hĂ€tten. "Es hat ĂŒberall nicht funktioniert", sagte sie etwa mit Blick auf Italien. "Wir sollten unsere Energie nicht auf solche Versuche verschwenden."

@ dpa.de