SPD-Fraktion verlangt von Union Bewegung bei Plastiksteuer
Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 07:57 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Die Union kann nicht immer neue teure Forderungen stellen und gleichzeitig gemeinsam vereinbarte Einnahmen wie die Plastiksteuer wieder vom Tisch wischen", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Wiebke Esdar der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
Unionsfraktionschef Frei hat Vorbehalte
Die Union ist fĂŒr eine Senkung der Stromsteuer fĂŒr Privathaushalte, ein höheres Elterngeld und einen Ausgleich der inflationsbedingten kalten Progression. All das belastet den Staatshaushalt.
Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) hatte bei Welt TV von erheblichen Vorbehalten gegen den Gesetzentwurf zur Plastiksteuer gesprochen. "Bei dem, was derzeit auf dem Tisch liegt, muss man sagen, das ist sicherlich so nicht zustimmungsfĂ€hig." Kosten und Aufwand bei Finanzverwaltung und Privatwirtschaft stĂŒnden nicht im richtigen VerhĂ€ltnis zum Nutzen.
Esdar: Die Zeit drÀngt
Esdar betonte, in wenigen Wochen mĂŒsse der Haushalt stehen. "Wenn die Union fĂŒr nachhaltige Finanzpolitik kein Geld bereitstellen will, dann fĂŒhrt das unweigerlich zu deutlichen KĂŒrzungen auch bei Familien oder dem Schutz der Demokratie." Wer vereinbarte Einnahmen infrage stelle, mĂŒsse auch erklĂ€ren, wie der Haushalt aufgehen solle. "Die SPD will Familien stĂ€rken und unsere Demokratie schĂŒtzen. DafĂŒr haben wir konkrete FinanzierungsvorschlĂ€ge vorgelegt. Von der Union erwarte ich mehr als immer neue Absagen."
Derzeit wird innerhalb der Bundesregierung ĂŒber die EinfĂŒhrung einer Plastiksteuer verhandelt, die Plastikverpackungen teurer machen soll. Nach einem vorlĂ€ufigen Entwurf wĂŒrden damit ab Juli 2027 fĂŒr jede Tonne Kunststoff in Verpackungen 550 Euro fĂ€llig. Dies soll zu weniger PlastikabfĂ€llen beitragen.
