SPD zur Rente: Auch Abgeordnete sollten einzahlen
Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 13:17 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Abgeordnete sollten zum Einzahlerkreis der gesetzlichen Rentenversicherung gehören. Dass davon jetzt von der Union wieder Abstand genommen werden soll, das verwundert mich doch sehr", sagte der Parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrer der SPD-Fraktion, Dirk Wiese, den Zeitungen der Mediengruppe Bayern. Das hĂ€tte hohen symbolischen Wert fĂŒr viele BĂŒrgerinnen und BĂŒrger. "Sie empfinden es schlicht als ungerecht, dass auch wir Abgeordneten nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen."
Er erwarte die Bereitschaft zu der MaĂnahme auch vom Koalitionspartner, der Union. Ăhnlich Ă€uĂerte sich SPD-GeneralsekretĂ€r Tim KlĂŒssendorf: "Wer Akzeptanz fĂŒr VerĂ€nderungen erwartet, sollte bei sich selbst anfangen." Am Ende sollten alle in dasselbe System einzahlen. Niemand behaupte, dass die Aufnahme der Abgeordneten die Rente allein stabilisiert. "Aber sie zeigt: Echte VerĂ€nderungen betreffen alle ohne Ausnahme, auch die Abgeordneten selbst."
Zuletzt hatte sich CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann gegen eine Eingliederung der Abgeordneten in die gesetzliche Rente ausgesprochen. Er befĂŒrchtet, dass ein solcher Schritt ĂŒber Jahrzehnte ein Nebeneinander mehrerer Systeme bedeuteten könnte und verwies auch auf die AttraktivitĂ€t des Mandats.
Die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission zur Reform der Rente empfiehlt, auch SelbststÀndige und Abgeordnete in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen zu lassen. Derzeit erhalten Abgeordnete eine AltersentschÀdigung vom Staat, deren Höhe von der Dauer ihrer Parlamentsangehörigkeit abhÀngt. RentenbeitrÀge zahlen sie nicht.
