ROUNDUP, US-Sondergesandter

US-Sondergesandter Witkoff trifft Putin - Trump macht Druck

11.04.2025 - 17:31:08

ST.

(neu: Meldung mit Beginn des Treffens umfassend aktualisiert)

ST. PETERSBURG/WASHINGTON (dpa-AFX) - Der US-Sondergesandte Steve Witkoff spricht in St. Petersburg mit dem russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin ĂŒber den Ukraine-Krieg. Das Treffen habe begonnen, teilte der Kreml-Pressedienst am spĂ€ten Nachmittag mit.

Eine Zeitbegrenzung sei nicht vorgesehen, hatte zuvor Kremlsprecher Dmitri Peskow gesagt. "Eine Stunde, zwei, drei, vier, wenn nötig. So viel Zeit wie PrĂ€sident Putin braucht", sagte er zur möglichen LĂ€nge des GesprĂ€chs. Der Dialog ĂŒber eine Friedensregelung in der Ukraine werde fortgesetzt.

US-PrÀsident Donald Trump setzte Moskau nach der Ankunft Witkoffs noch einmal unter Druck. Er schrieb auf der Plattform Truth Social: "Russland muss sich bewegen. Zu viele Menschen sterben, Tausende pro Woche, in einem schrecklichen und sinnlosen Krieg."

Vor dem Empfang bei Putin hatte Witkoff bereits Kreml-UnterhÀndler Kirill Dmitrijew getroffen. Dmitrijew war Anfang des Monats zu GesprÀchen in Washington. Witkoff war bereits im MÀrz und im Februar nach Russland gereist, auch dabei sprach er mit Putin.

Trump drÀngt auf Beendigung des Ukraine-Kriegs

US-PrĂ€sident Donald Trump hatte sich nach Medienberichten Ende MĂ€rz ĂŒber Putin geĂ€rgert und gesagt, er sei "stinksauer". Beim Nato-Außenministertreffen kĂŒrzlich machte US-Außenminister Marco Rubio deutlich, dass Trump die Hinhaltetaktik des russischen PrĂ€sidenten nicht mehr lange akzeptieren werde.

Sollte bis Ende des Monats keine Feuerpause erreicht sein, könnte Trump zusÀtzliche Sanktionen gegen Russland verhÀngen, berichtete die US-Nachrichtenseite "Axios" mit Verweis auf eine anonyme Quelle.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als drei Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion. Zuletzt haben die USA versucht, bei Verhandlungen eine 30-tĂ€gige Waffenruhe zu vermitteln. WĂ€hrend Kiew dem Vorschlag zustimmte, stellte Putin Vorbedingungen fĂŒr eine solche Feuerpause.

@ dpa.de