Deutschland, Rheinland-Pfalz

Spielwarenhändler Rofu Kinderland meldet Insolvenz an

22.01.2026 - 11:55:50 | dpa.de

Starke Online-Konkurrenz und ein schwaches Weihnachtsgeschäft haben die traditionsreiche Firma in Schieflage gebracht. Nun wird ein Investor gesucht, um das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen.

Rofu Kinderland hat Insolvenz in Eigenverwaltung angekündigt. (Symbolbild) - Foto: Oliver Berg/dpa
Rofu Kinderland hat Insolvenz in Eigenverwaltung angekündigt. (Symbolbild) - Foto: Oliver Berg/dpa

Der Spielwarenhändler Rofu Kinderland aus Rheinland-Pfalz hat nach einem schlechten Weihnachtsgeschäft Insolvenz angemeldet und sucht einen Investor. Geplant sei eine Insolvenz in Eigenverwaltung, wie das Unternehmen mit rund 2.000 Beschäftigten und mehr als 100 Filialen in sieben Bundesländern mitteilte. Bei diesem Verfahren bleibt üblicherweise die Firmenleitung im Amt und wird von Beratern unterstützt. Zuvor hatte die «Wirtschaftswoche» berichtet. 

Der Betrieb in den Filialen, von denen viele in Südwestdeutschland sind, und das Online-Geschäft sollen nach Unternehmensangaben weitergehen. Die Gehälter der Beschäftigten sind den Angaben zufolge über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert. 

Das vorläufige Insolvenzverfahren wurde bereits am Montag vom Amtsgericht Idar-Oberstein angeordnet. Als Grund für die finanzielle Schieflage wurden ein schwaches Weihnachtsgeschäft, eine anhaltende Kaufzurückhaltung, gestiegene Kosten und ein intensiver Wettbewerb in der Branche genannt. 

Sanierungsgeschäftsführer Marcus Katholing von der Restrukturierungsgesellschaft Pluta Management GmbH sagte, der bereits begonnene Investorenprozess werde fortgesetzt. «Mit einem neuen Investor wollen wir das Unternehmen zukunftsfähig aufstellen.»

Rofu Kinderland mit Sitz in Hoppstädten-Weiersbach im Kreis Birkenfeld nahe der Grenze zum Saarland verkauft seit über 40 Jahren Spielwaren wie Puzzles, Schulhefte, Kinderbücher und Gesellschaftsspiele. Der Händler vertreibt Spielwaren bekannter Marken sowie preiswerte Eigenmarken. 

Der Spielwarenhändler leidet schon länger unter der Konsumzurückhaltung der Verbraucher, die wegen gestiegener Lebenshaltungskosten sparen sowie der Konkurrenz durch den Online-Handel. Bereits im Dezember hatte das Unternehmen eine strategische Neuaufstellung verkündet und seine Geschäftsführung neu organisiert.

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