SteuererklÀrung, Euro

SteuererklĂ€rung: 1.200 Euro RĂŒckerstattung bis 31. Juli abholen

Veröffentlicht: 12.07.2026 um 05:02 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Viele Studierende und Azubis verschenken jĂ€hrlich durchschnittlich 1.200 Euro SteuerrĂŒckzahlung. Werbungskosten und Verlustvortrag helfen.

SteuererklĂ€rung fĂŒr Studis: 1.200 Euro Erstattung verpasst
Ein junger Student oder Auszubildender mit einem Stapel Rechnungen oder einem Steuerformular, der besorgt aussieht. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

200 Euro jĂ€hrlich. Sie reichen schlicht keine freiwillige SteuererklĂ€rung ein. Dabei ließen sich die BetrĂ€ge oft mit wenig Aufwand holen – dank Werbungskosten, digitaler Tools und dem Verlustvortrag.

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Besonders werbungskostenintensive Posten drĂŒcken die Steuerlast. Dazu zĂ€hlen Fahrtkosten, Arbeitsmittel wie Fachliteratur oder Computer sowie die Homeoffice-Pauschale von sechs Euro pro Tag. Studierende können zudem den sogenannten Verlustvortrag nutzen: Ausgaben wĂ€hrend des Studiums werden als Verluste festgestellt und mit spĂ€teren EinkĂŒnften verrechnet.

Auch Sonderausgaben lassen sich geltend machen, etwa BeitrĂ€ge zur Krankenversicherung. KI-gestĂŒtzte Apps und Portale wie MeinELSTER+ vereinfachen den Prozess inzwischen erheblich. Die Abgabefrist fĂŒr die SteuererklĂ€rung 2026 endet regulĂ€r am 31. Juli 2026.

BAföG-Reform kommt spÀter als erwartet

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WĂ€hrend Steuererstattungen eine private Entlastung bieten könnten, hinkt die staatliche UnterstĂŒtzung hinterher. Die Bundesregierung hat sich nach einer Blockade im Bundesrat auf eine BAföG-Reform geeinigt – die Umsetzung erfolgt jedoch spĂ€ter als geplant. Die Wohnkostenpauschale steigt erst zum Sommersemester 2027 von 380 auf 440 Euro.

Der Grundbedarf soll in zwei Schritten steigen: auf 503 Euro zum Wintersemester 2027/28, dann auf 563 Euro zum Sommersemester 2029. Positiv: Ab dem fĂŒnften Fachsemester entfĂ€llt der Leistungsnachweis, und die Antragstellung wird digital möglich. Das Studierendenwerk kritisierte die spĂ€te Umsetzung – Studierende mĂŒssten im Schnitt bereits 53 Prozent ihres Einkommens fĂŒr Miete aufwenden.

Wohnen wird zum Luxusproblem

Die finanzielle Belastung durch hohe Mieten bleibt das zentrale Problem. In Metropolen wie MĂŒnchen, Berlin oder Frankfurt liegen WG-Zimmer zwischen 600 und 800 Euro. Eine Studie von EY zeigt: Die Kombination aus hohen Lebenshaltungskosten, Schulden und Nebenjobs beeintrĂ€chtigt die akademische LeistungsfĂ€higkeit.

Viele Betroffene berichten von enormem Zeitdruck. Die staatlichen SĂ€tze decken die realen Kosten oft nicht. In der politischen Debatte wurde zudem die mangelnde Finanzbildung an Schulen thematisiert – viele junge Menschen kennen ihre Entlastungsmöglichkeiten schlicht nicht.

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Steuerreformen: Entlastung mit Haken

Ab 2027 plant die Bundesregierung weitere Anpassungen. Der Grundfreibetrag soll bis 2028 auf 12.900 Euro steigen, der Arbeitnehmerpauschbetrag auf 1.430 Euro. Trotz dieser nominalen Entlastungen warnen Experten vor realen Einbußen durch steigende Sozialabgaben.

Berechnungen des Finanzwissenschaftlers Frank Hechtner von der FAU Erlangen-NĂŒrnberg zufolge könnten Singles mit einem Bruttoeinkommen ab 3.000 Euro monatlich ab 2028 weniger Netto zur VerfĂŒgung haben. Grund: Der Rentenbeitrag soll auf 19,9 Prozent steigen, und die Beitragsbemessungsgrenzen werden angehoben. Die steuerlichen Vorteile drohen so neutralisiert zu werden.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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