Studiotools HighLow Chair: Klappbare Lehne wird zur Stütze für Stehmeetings
Veröffentlicht am: 01.11.2026 um 02:02 Uhr | Redaktion boerse-global.deDas Schweizer Unternehmen Studiotools hat mit dem HighLow Chair eine neue Sitzlösung für dynamische Arbeitsumgebungen vorgestellt. Der vom Designer Moritz Willm entworfene Stuhl zeichnet sich durch eine Rückenlehne aus, die sich nach vorn klappen lässt und dadurch zur Anlehnstütze für Stehmeetings wird, wie yankodesign.com am 31.10.2026 berichtete.
Konstruktion und Materialien des HighLow Chair
Studiotools setzt bei der technischen Konstruktion des HighLow Chair auf funktionale Wandlungsfähigkeit. Das Möbelstück verfügt über einen Zylinder mit Sperrholzkern sowie zwei unterschiedlich gewinkelte Stützflächen.
Um den verschiedenen ergonomischen Anforderungen von herkömmlichem Sitzen und aufrechtem Anlehnen gerecht zu werden, nutzt der Hersteller vier verschiedene Schaumdichten. Während an der Rückenlehne ein weicherer Schaum verarbeitet ist, kommt an der Anlehnstütze ein festerer Schaum zum Einsatz, der bei Stehbesprechungen Stabilität bieten soll.
Die Sitzfläche ist mit einer Gurtband-Federung ausgestattet. Für die Polsterung steht der Bezugsstoff Camira Yoredale Bouclé zur Verfügung, der in 33 Farben angeboten wird. Um den Stuhl schnell an wechselnde Raumsituationen anpassen zu können, ist er mit gebremsten Rollen versehen. Zudem lässt sich der HighLow Chair je nach Ausführung zu zwei bis vier Exemplaren übereinander stapeln.
Dynamische Ansätze im Branchenumfeld
Der Entwurf von Studiotools reiht sich in Entwicklungen der Büromöbelbranche ein, die auf wechselnde Körperhaltungen und bewegliche Raumkonzepte abzielen.
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So thematisiert etwa der Hersteller Aeris im Rahmen seines Konzepts Active Office, dass herkömmliche höhenverstellbare Schreibtische allein das Ziel ergonomischer Bewegung oft nicht erreichen, da sie im Arbeitsalltag zu selten und mitunter nicht sinngemäß bedient würden. Aeris setzt stattdessen auf Arbeitsflächen mit unterschiedlichen Höhen, die schnelle Haltungswechsel ermöglichen.
Auch bei klassischen Arbeitsstühlen setzen Hersteller verstärkt auf Bewegung und veränderte Materialkonzepte. Klöber stellte beispielsweise den von Jörg Bernauer entworfenen Bürodrehstuhl LOOC vor, bei dem Sitz- und Rückenelemente für aktives Sitzen dreidimensional beweglich gelagert sind. Der Stuhl verzichtet vollständig auf PU-Schaum und nutzt stattdessen eine tragende Netzstruktur mit Federkern- und 3D-Gewebetechnologie.
Ergonomie für wechselnde Arbeitsformen
Die Transformation herkömmlicher Sitzmöbel zu temporären Stehhilfen adressiert den Bedarf an agilen Büroflächen. Der Designer Dave Keune verweist in diesem Zusammenhang auf das Prinzip des aktivitätsbasierten Arbeitens, das flexibles und leicht bewegliches Mobiliar voraussetzt.
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Mit der Doppelfunktion als Drehstuhl und Stehstütze zielt der HighLow Chair darauf ab, Besprechungsbereiche ohne zusätzlichen Platzbedarf oder mechanisch aufwendige Umbauten an dynamische Teamarbeit anzupassen.
