Suchtmittel, Betrieben

Suchtmittel in Betrieben: DGUV warnt vor Alkohol bei jedem Vierten

Veröffentlicht: 11.07.2026 um 02:39 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Alkohol ist die hÀufigste Sucht am Arbeitsplatz. Besonders betroffen sind Logistik, Sozialwesen und Verwaltung.

DGUV-Studie: Jeder vierte Mitarbeiter kennt SuchtfÀlle im Betrieb
Menschen in einem Deeskalationstraining, die Konfliktmanagement und Kommunikation ĂŒben. Eine Person spricht beruhigend auf eine andere ein. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Besonders betroffen: Verkehr, Logistik und Sozialwesen.

Suchtprobleme: Alkohol dominiert, AufklÀrung hinkt hinterher

Jeder vierte BeschÀftigte hat in den vergangenen zwei Jahren FÀlle von problematischem Suchtmittelkonsum im Kollegenkreis mitbekommen. Das zeigt eine am 9. Juli veröffentlichte Befragung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Spitzenreiter ist Alkohol mit 21 Prozent. Cannabis und Nikotin folgen mit je fĂŒnf Prozent, illegale Drogen und Medikamentenmissbrauch mit je vier Prozent. Besonders betroffen: Verkehr und Logistik (35 Prozent), Sozialwesen (32 Prozent) und öffentliche Verwaltung (31 Prozent).

Trotz dieser Verbreitung kennen nur 63 Prozent der Befragten interne Ansprechpartner. Gerade einmal 45 Prozent sind ĂŒber externe Beratungsangebote informiert. FĂŒr Unternehmen heißt das: PrĂ€ventions- und Interventionsketten im Gesundheitsmanagement mĂŒssen dringend gestĂ€rkt werden.

Deeskalation: Vom Schulhof bis zur Jugendhilfe

Schulungen nach der DGUV Vorschrift 23 gewinnen an Bedeutung. Moderne Lehrmaterialien fĂŒr Schutz- und SicherheitskrĂ€fte setzen auf eine Kombination aus Deeskalation, Konfliktmanagement und Eigensicherung. Ziel: Bedrohungen frĂŒhzeitig erkennen und durch Kommunikation entschĂ€rfen, bevor Gewalt eskaliert.

Ein Vorfall am Gymnasium in Schongau zeigt, warum solche Kompetenzen lebenswichtig sind. Nach einem Angriff durch einen ehemaligen SchĂŒler gelang es Polizei und LehrkrĂ€ften gemeinsam, den TatverdĂ€chtigen zu ĂŒberwĂ€ltigen.

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Auch die Kinder- und Jugendhilfe reagiert. Die in KĂŒrze startende „Auszeit-WG“ in Wien-Simmering setzt fĂŒr die Betreuung von IntensivtĂ€tern auf speziell geschultes Personal. Die baulich gesicherte Einrichtung soll durch professionelle Deeskalation Sicherheit gewĂ€hrleisten.

StÀdte investieren massiv in GewaltprÀvention

Die Stadt Essen packt das Problem an der Wurzel. Der Rat beschloss am 8. Juli ein umfangreiches Investitionspaket fĂŒr Sicherheit an Schulen. Ab dem Schuljahr 2026/27 startet eine Pilotphase mit GewaltprĂ€ventionsprogrammen an 21 Schulen. Bis 2030 sollen alle stĂ€dtischen Schulen durchlaufen sein – inklusive neuer TĂŒrschlösser und Projekten zur StĂ€rkung der persönlichen IntegritĂ€t.

In Nordrhein-Westfalen stellte Verkehrsminister Oliver Krischer das Fortbildungsprogramm „Risikodrom“ vor. Der Grund: StraßenwĂ€rter tragen ein 13-mal höheres Unfallrisiko als andere Branchen. Videoanalysen und Erfahrungsaustausch sollen die Sicherheit im Einsatz erhöhen.

Parallel dazu schlossen an der VHS Gelderland acht Teilnehmende eine Mediatorenausbildung nach dem Mediationsgesetz ab. Der steigende Bedarf an FachkrĂ€ften fĂŒr außergerichtliche Konfliktbeilegung ist unĂŒbersehbar.

Digitale Unterweisungen: Papierlisten haben ausgedient

Unternehmen sind laut § 12 Arbeitsschutzgesetz zu regelmĂ€ĂŸigen Sicherheitsunterweisungen verpflichtet. Klassische Papierlisten werden zunehmend durch digitale Systeme wie iManSys von domeba ersetzt.

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Eine rechtssichere Dokumentation muss Inhalte, Datum und Nachweise umfassen – und sollte mindestens zwei Jahre vorgehalten werden. Digitale Lösungen ermöglichen zentrale Planung und automatische Wiedervorlage. Besonders in komplexen Schichtbetrieben steigt so die Compliance.

Dienstleister wie Lecturio bieten ergÀnzend digitale Formate zu Resilienz und Stressmanagement an. Ziel: psychische Belastungen und damit verbundene Fehlzeiten gar nicht erst entstehen lassen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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