Deutschland, Einzelhandel

Verbraucher wollen für Halloween weniger Geld ausgeben

22.10.2025 - 10:35:52

Süßes oder Saures? Halloween ist in Deutschland beliebt und wird von vielen gefeiert. Erstmals seit Jahren sinkt nun aber die Bereitschaft, sich mit neuen Verkleidungen oder Schminke einzudecken.

Kostüme, Schminke, Süßigkeiten - für das Halloween-Fest geben die Menschen in Deutschland seit Jahren immer mehr Geld aus. Diesmal wird es voraussichtlich etwas weniger sein. Das zeigt eine Umfrage des IFH Köln im Auftrag des Handelsverbandes Deutschland (HDE). 

Der Einzelhandel erwartet zusätzliche Umsätze von etwa 520 Millionen Euro. Das sind knapp 4 Prozent weniger als im vergangenen Jahr, als es rund 540 Millionen Euro waren. Vor allem bei Schmuck, Accessoires, Kostümen, Schminke und Deko wollen die Verbraucher sparen. Der HDE vermutet, dass viele aus den vergangenen Jahren noch gut versorgt sind. 

Jeder Dritte plant für Halloween insgesamt geringere Ausgaben als im Vorjahr. Bei 15 Prozent wird es mehr sein, bei 52 Prozent so viel wie 2024. Der Anteil der Konsumenten, die rund um das Kürbisfest etwas kaufen wollen, ist jedoch stabil bei rund 15 Prozent. 

Umsätze mehr als 60 Prozent höher als 2019

Halloween findet traditionell am 31. Oktober statt - dem Vorabend von Allerheiligen. Kinder ziehen verkleidet durch die Nachbarschaft und fragen nach Süßigkeiten. Für den Handel hat das Fest in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. 2019 betrugen die Halloween-Umsätze noch etwa 320 Millionen Euro, nach der Pandemie wurde ein deutlicher Anstieg verzeichnet. Trotz des Rückgangs liegen die Ausgaben in diesem Jahr voraussichtlich 63 Prozent über dem Wert von 2019.

«Halloween bleibt auch in diesem Jahr für viele Handelsunternehmen ein 
wichtiger Umsatzimpuls», sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Dass die Erlöse nicht das Vorjahresniveau erreichen, sei wegen der schwierigen Rahmenbedingungen für den Konsum nicht verwunderlich. 

Das IFH Köln hat im Oktober mehr als 1.000 Menschen in Deutschland zwischen 18 und 69 Jahren repräsentativ zu dem Thema befragt.

@ dpa.de

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