GehÀlter der Dax-VorstÀnde gesunken
14.08.2023 - 12:09:27 | dpa.de
Die Topmanager der deutschen Börsenschwergewichte haben im vergangenen Jahr trotz gestiegener Konzerngewinne im Schnitt weniger verdient als ein Jahr zuvor.
Die VorstĂ€nde der 40 Dax-Unternehmen einschlieĂlich der Konzernchefs kassierten durchschnittlich 3,34 Millionen Euro und damit 8,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie aus einer Auswertung der Deutschen Schutzvereinigung fĂŒr Wertpapierbesitz (DSW) und der Technischen UniversitĂ€t MĂŒnchen hervorgeht.
Der Gehaltsabstand zu den DurchschnittsbeschĂ€ftigten verringerte sich auf das 38-Fache, «was sich mit dem gestiegenen Personalaufwand pro Mitarbeiter und den gesunkenen VorstandsvergĂŒtungen erklĂ€ren lĂ€sst», erlĂ€utert Wissenschaftler Gunther Friedl von der Technischen UniversitĂ€t MĂŒnchen. Im Jahr 2021 hatten die Topmanager noch 52 Mal so viel verdient wie die DurchschnittsbeschĂ€ftigten.
Ukraine-Krieg lĂ€sst Kurse einstĂŒrzen
Zwar hatten die Dax-Konzerne den Angaben zufolge im vergangenen Jahr in der Summe Umsatz und Gewinn gesteigert. Doch die KursstĂŒrze an den Börsen infolge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine drĂŒckten die Verdienste der Topetage. Ein Teil der VorstandsvergĂŒtung ist variabel und an die Entwicklung des Aktienkurses des Unternehmens gekoppelt. Der deutsche Leitindex Dax hatte im Gesamtjahr 12,3 Prozent eingebĂŒĂt.
Spitzenreiter war der Studie zufolge Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing mit einer GesamtvergĂŒtung von 9,2 Millionen Euro, gefolgt von VW-Chef Oliver Blume mit 8,8 Millionen Euro. Blume verdiente demnach als Vorstandsvorsitzender der Porsche AG allerdings noch zusĂ€tzlich 0,5 Millionen Euro. Merck-Chefin Belen Garijo kam nach den Daten mit 8,3 Millionen Euro auf Rang drei.
Zu den VorstandsvergĂŒtungen gibt es verschiedene Studien, deren Ergebnisse wegen unterschiedlicher Berechnungsmethoden teils voneinander abweichen. Die DSW legt die Auswertung seit dem Jahr 2000 regelmĂ€Ăig vor. Eingerechnet sind das Festgehalt sowie kurz- und langfristige variable VergĂŒtungen.
Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

