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USA, Europa und Mini retten BMW den Absatz

09.01.2026 - 11:00:04 | dpa.de

Trotz rückläufiger Verkäufe in China meldet BMW ein leichtes Plus. Und auch ein früherer Wachstumstreiber zieht nicht mehr so stark. Das könnte ein Nebeneffekt von BMWs neuestem Produkt sein.

  • BMW hat vergangenes Jahr minimal mehr Autos verkauft. (Archivbild) - Bild: Peter Kneffel/dpa
    BMW hat vergangenes Jahr minimal mehr Autos verkauft. (Archivbild) - Bild: Peter Kneffel/dpa
  • Mini lief vergangenes Jahr stark und half dem Konzern damit ins Plus. (Archivbild) - Bild: Jan Woitas/dpa
    Mini lief vergangenes Jahr stark und half dem Konzern damit ins Plus. (Archivbild) - Bild: Jan Woitas/dpa
BMW hat vergangenes Jahr minimal mehr Autos verkauft. (Archivbild) - Bild: Peter Kneffel/dpa Mini lief vergangenes Jahr stark und half dem Konzern damit ins Plus. (Archivbild) - Bild: Jan Woitas/dpa

BMW hat 2025 wieder mehr Autos ausgeliefert. 2,46 Millionen Fahrzeuge aus dem Konzern bedeuten ein minimales Plus von 0,5 Prozent, wie der Konzern mitteilt. Vor allem die Verkäufe in Europa und den USA, aber auch die Tochtermarke Mini bewahrten BMW vor einem weiteren Jahr mit schrumpfenden Auslieferungen. 

China drückt dagegen weiter deutlich auf die Zahlen. Die dortige Marktschwäche, die auch die anderen deutschen Hersteller leiden lässt, hatte schon im Herbst dazu geführt, dass BMW eine Gewinnwarnung veröffentlichte. 

Konkret lieferte der Münchner Konzern in Europa im vergangenen Jahr 1,02 Millionen Autos aus, 7,3 Prozent mehr als im Vorjahr. In den USA waren es 417.638, was ein Plus von 5 Prozent bedeutet. In China ging es allerdings um 12,5 Prozent nach unten auf 625.527 Autos. Vertriebschef Jochen Goller sprach von einem «anspruchsvollen Umfeld». Das zeigte sich auch im vierten Quartal - dort war die Entwicklung durchweg schlechter als im Gesamtjahr. 

Zölle in den USA nicht an Kunden weitergegeben

Dass BMW im Gesamtjahr auch in den USA zulegen konnte, überrascht auf den ersten Blick. Schließlich gelten dort hohe Zölle auf Fahrzeugimporte aus Europa. Allerdings profitiert BMW von seinem großen US-Werk in Spartanburg, das grob die Hälfte der in den USA verkauften BMWs herstellt. Zudem gab der Konzern die Belastung durch die Zölle praktisch nicht über höhere Preise an Kunden weiter - was gut für den Absatz ist, allerdings auf die Margen drückt. 

Auch beim Blick auf die Marken gibt es Licht und Schatten. So legte die Tochter Mini zwar um satte 17,7 Prozent auf 288.290 Autos zu, die Kernmarke BMW musste allerdings einen Rückgang um 1,4 Prozent auf 2,17 Millionen Autos hinnehmen. Rolls-Royce hielt die Verkäufe bei 5.664 annähernd stabil.

CO2-Flottenziel wird erreicht

Und auch bei den Elektroautos, die BMWs Zahlen in der Vergangenheit oft mit starken Wachstumsraten antrieben, ist die Entwicklung zäher geworden: Hier steht zwar noch ein kleines Plus von 3,6 Prozent auf 442.072. In der Vergangenheit waren die Wachstumraten aber in der Regel weit höher. 

Hier könnte sich die Einführung der im Herbst vorgestellten, aber erst jetzt verfügbaren neuen Klasse bemerkbar machen - falls Kunden auf das neue, modernere Fahrzeug gewartet haben. Mit den aktuellen Absatzzahlen für Elektroautos sieht Vertriebschef Goller BMW aber «voll auf Kurs, unser CO2-Flottenziel in der EU für 2025 zu erreichen».

Wahrscheinlich besser als Mercedes und Audi

Mit den aktuell vorgelegten Zahlen dürfte BMW in Sachen Absatz die Nase im Vergleich der deutschen Premiumhersteller vorn haben. Die beiden Erzrivalen Mercedes und Audi haben ihre Zahlen für 2025 zwar noch nicht gemeldet. Da beide nach den ersten neun Monaten deutlich im Minus lagen, ist allerdings kaum zu erwarten, dass auch sie ein Wachstum vorweisen können.

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