Freiberuflern, FachkrÀfte

Freiberuflern fehlen 211.000 FachkrÀfte und Auszubildende

12.02.2025 - 00:00:00

Trotz wieder steigender Arbeitslosigkeit schlagen die Vertreter der freien Berufe Alarm: In Arztpraxen, Anwaltskanzleien, ArchitektenbĂŒros oder Apotheken fehlen derzeit rund 211.000 FachkrĂ€fte und Auszubildende.

Das zeigt eine Umfrage des Bundesverbands der Freien Berufe (BFB), die der "Rheinischen Post" vorliegt (Mittwochsausgabe). Demnach fehlen Aktuell rund 129.000 FachkrĂ€fte, 38.000 angestellte BerufstrĂ€ger sowie 44.000 Auszubildende. "Insgesamt klafft eine erhebliche LĂŒcke von rund 211.000 Personen", sagte BFB-PrĂ€sident Stephan Hofmeister.

Dadurch gehe Deutschland eine Wertschöpfung von 16 Milliarden Euro im Jahr verloren, warnte er. Dies entspreche fast drei Prozent des Umsatzes, den die Freien Berufe 2024 erwirtschaftet hĂ€tten. Die GrĂŒnde fĂŒr die Besetzungsprobleme seien vielfĂ€ltig, sagte Hofmeister. 81 Prozent der Befragten nannten den Mangel an geeigneten Bewerbern als Hauptursache fĂŒr den FachkrĂ€ftemangel. "55 Prozent sehen eine verĂ€nderte Arbeits- und Lebenseinstellung der Bewerber als entscheidenden Faktor", sagte der BFB-Chef. 51 Prozent der Bewerber hĂ€tten zu hohe Gehaltsvorstellungen angegeben. Bei knapp 40 Prozent der Bewerber hĂ€tten die speziellen Qualifikationen nicht auf die jeweilige Stelle gepasst. Ein Drittel der Bewerber sei aber auch generell nicht qualifiziert genug gewesen - sei es als FachkrĂ€fte oder als Lehrstellen-Kandidaten.

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