Trump: Werde Midterms anerkennen - wenn Wahl 'ehrlich' ist
Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 17:58 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDies sagte der Republikaner kurz vor seinem Abflug nach Texas auf die Frage eines Journalisten, ob er den Wahlausgang respektieren werde, "was auch immer passiert".
Ob das tatsĂ€chlich der Fall sein wird, bleibt offen. Trump lieĂ fĂŒr die Wahl in Alaska bereits Klage einreichen. Damit soll verhindert werden, dass die Wahlergebnisse bestĂ€tigt werden, falls dem republikanischen Amtsinhaber Dan S. Sullivan wegen einer Namensverwechslung mit seinem ebenfalls republikanischen Herausforderer Dan J. Sullivan Stimmen fehlen. Im Falle einer Niederlage des derzeitigen Senators solle dann erst eine Untersuchung abgewartet werden. Trump hatte zugegeben, dass er selbst den Eingriff in die Wahlen befohlen habe.
Zudem rÀumt Trump nach wie vor seine Niederlage gegen den Demokraten Joe Biden bei der PrÀsidentschaftswahl 2020 nicht ein. Stattdessen behauptet er, er sei damals durch Betrug um den Wahlsieg gebracht worden. Dabei ist das lÀngst und vielfach widerlegt.
Trump will mit Demokraten arbeiten - oder doch nicht?
Trump zeigte sich unterdessen heute offen fĂŒr eine Zusammenarbeit mit den Demokraten, sollten diese kĂŒnftig die Mehrheit in einer oder beiden Parlamentskammern stellen. "Wir werden einen Weg finden", sagte er, um danach sein "starkes Vetorecht" als PrĂ€sident zu betonen. Dieser darf gegen vom Kongress beschlossene GesetzentwĂŒrfe sein Veto einlegen. Ein solches Veto kann nur von zwei Dritteln der stimmberechtigten Volksvertreter in beiden Kammern ĂŒberstimmt werden - das ist in der Praxis Ă€uĂerst schwer zu erreichen.
Derzeit haben Trumps Republikaner die Mehrheit sowohl im US-Senat als auch im US-ReprĂ€sentantenhaus. Sollten die Demokraten eine oder gar beide Kammern fĂŒr sich gewinnen, dĂŒrfte Trumps zweite HĂ€lfte seiner derzeitigen Amtszeit deutlich unangenehmer werden. So könnten Demokraten in der Theorie Trumps Regierung stĂ€rker kontrollieren. Da die Mehrheitspartei die Vorsitzenden von AusschĂŒssen stellt, könnten diese etwa Untersuchungen einleiten. Die Verfassung rĂ€umt zudem dem ReprĂ€sentantenhaus das Recht ein, ein Amtsenthebungsverfahren (Impeachment) einzuleiten.
