Trump will Magnete aus China - und droht mit Zöllen
Veröffentlicht am: 26.08.2025 um 06:03 Uhr | dpa.de"Sie mĂŒssen uns Magnete geben", sagte Trump bei einem Treffen mit SĂŒdkoreas PrĂ€sident Lee Jae Myung im WeiĂen Haus. Andernfalls mĂŒsse man "200 Prozent Zoll oder so etwas" erheben.
Zugleich rĂ€umte er ein, dass solch drastische MaĂnahmen einen Zusammenbruch des Handels mit China bedeuten wĂŒrden. "Wir haben ein viel mĂ€chtigeres Mittel, das sind Zölle. Wenn wir 100 Prozent, 200 Prozent Zölle erheben, dann wĂŒrden wir ĂŒberhaupt keinen Handel mehr mit China treiben". Dies wĂ€re auch in Ordnung, wenn es sein mĂŒsste.
Waffenstillstand im Zollstreit dauert an
Seltene Erden sind Metalle, die fĂŒr viele moderne GerĂ€te gebraucht werden - etwa fĂŒr Handys, WindrĂ€der, Elektroautos oder auch fĂŒr Waffen. Besonders wichtig sind daraus hergestellte Magnete. China ist bei Förderung und Verarbeitung dieser Rohstoffe weltweit fĂŒhrend, die USA sind auf Importe angewiesen. Peking hatte im Handelskonflikt die Ausfuhr der Metalle und Magnete beschrĂ€nkt.
Die jĂŒngsten ĂuĂerungen Trumps stehen im Kontrast zu seinen zuletzt eher versöhnlicheren Tönen. Erst Anfang August hatte er eine VerlĂ€ngerung des Waffenstillstands im Zollstreit mit China um weitere 90 Tage angekĂŒndigt. Beide Staaten hatten sich im Mai darauf verstĂ€ndigt, neue StrafmaĂnahmen vorerst auszusetzen, um bei Handelsfragen sowie bei Themen wie der Lieferung seltener Erden und beim Zugang zu US-KI-Chips Fortschritte zu erzielen.
Wie das "Wall Street Journal" berichtete, soll diese Woche eine chinesische Delegation um den chinesische UnterhĂ€ndler Li Chenggang fĂŒr weitere GesprĂ€che nach Washington reisen.
