UKL, Leipzig

UKL Leipzig: 129 Millionen Euro für Neubau der Strahlentherapie

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 20:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das UKL plant einen 129-Millionen-Euro-Neubau; in Oldenburg begann der symbolische Auftakt für eine Arena mit 10.604 Plätzen.

Leipzig baut Strahlentherapie aus, Oldenburg startet Stadionprojekt
Eine Baustelle mit einem gelben Baukran und Fundamenten für ein großes Infrastrukturprojekt bei Sonnenuntergang. Illustration mit AI erstellt.

Sowohl im Gesundheitssektor als auch in der kommunalen Sportinfrastruktur sind wichtige Meilensteine erreicht worden. Während am Universitätsklinikum Leipzig der Grundstein für einen umfassenden Neubau der Strahlentherapie gelegt wurde, erfolgte in Oldenburg der symbolische erste Spatenstich für den Bau einer neuen Fußballarena. Beide Großvorhaben sollen in den kommenden Jahren die regionale Infrastruktur maßgeblich modernisieren.

Leipziger Universitätsklinikum erweitert Onkologie-Zentrum

Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) wurde der Grundstein für den Erweiterungsbau Haus 7 gelegt. Der sogenannte zweite Bauabschnitt entsteht am östlichen Ende der Liebigstraße auf dem Gelände des ehemaligen Bettenhochhauses. Mit Baukosten von rund 129 Millionen Euro, die aus Mitteln des Freistaats Sachsen finanziert werden, handelt es sich nach Angaben des Klinikums um das derzeit größte einzelne Bauprojekt des Hauses.

Der Neubau umfasst auf fünf Etagen sowie zwei Untergeschossen eine Nutzungsfläche von rund 9.600 Quadratmetern. Geplant ist ein modernes Gebäude für die Strahlentherapie, das Platz für fünf Linearbeschleuniger, einen Ambulanzbereich sowie eine Station mit 42 Betten bietet. Nach der aktuellen Planung soll die bauliche Fertigstellung im vierten Quartal 2029 erfolgen, nachdem zuvor Ende 2029 als Ziel angegeben worden war.

Mit dem Neubau zieht die Strahlentherapie vom bisherigen Standort an der Stephanstraße an die Liebigstraße um. Dort schließt sie direkt an das Universitäre Krebszentrum Leipzig (UCCL), die onkologische Tagesklinik sowie die Kinderonkologie an.

Das Ziel dieser Maßnahme besteht darin, die verschiedenen Bereiche der Krebsmedizin räumlich zusammenzuführen und so die Versorgung von Patientinnen und Patienten in der Region Leipzig nachhaltig zu verbessern.

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Symbolischer Auftakt für das Stadionprojekt in Oldenburg

Parallel dazu vollzog die Stadt Oldenburg um 16 Uhr an der Maastrichter Straße den symbolischen ersten Spatenstich für das neue Fußballstadion. Das Areal liegt in direkter Nachbarschaft zu den Weser-Ems-Hallen. Der symbolische Akt wurde durch Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann vorgenommen.

Die neue Sportstätte ist für eine Kapazität von 10.604 Zuschauern konzipiert, aufgeteilt in 6.195 Sitz- und 4.409 Stehplätze. Perspektivisch ist eine spätere Erweiterung auf bis zu 15.000 Plätze baulich möglich.

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Laut Zeitplan ist der eigentliche Baubeginn für den 1. Juli 2027 angesetzt, während eine Fertigstellung für Ende 2028 oder Anfang 2029 angestrebt wird. Für das Jahr 2026 sind zunächst vorbereitende Arbeiten vorgesehen. Zudem läuft auf dem Baugelände derzeit bereits eine Altlastensanierung. Die Europäische Kommission hatte die öffentliche Finanzierung des Vorhabens im August genehmigt.

Begleitet wird das Bauvorhaben vor Ort weiterhin von Debatten. Die Bürgerinitiative Kein Stadionbau kritisierte die Zeremonie als absurdes Schauspiel und verwies auf eine anhängige Normenkontrollklage gegen den Bebauungsplan. Zudem gilt der Nachfolger Jascha Rohr als Kritiker des Stadionprojekts.

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