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Briten: Große russische Munitionsverluste durch Angriffe

29.09.2024 - 16:48:03

Ukrainische Drohnenangriffe haben den russischen MunitionsbestĂ€nden nach britischer EinschĂ€tzung die wohl schwersten Verluste seit Beginn des Ukraine-Kriegs zugefĂŒgt.

Bei einem Schlag gegen ein Munitionslager nahe der Kleinstadt Toropez im zentralrussischen Gebiet Twer seien am 18. September höchstwahrscheinlich mindestens 30.000 Tonnen Munition zerstört worden, teilte das britische Verteidigungsministerium in seinem regelmĂ€ĂŸigen Geheimdienst-Update mit.

In der Nacht zum 21. September habe es weitere ukrainische Angriffe auf Depots in Tichorezk im sĂŒdrussischen Gebiet Krasnodar sowie andernorts in Toropez gegeben, schrieb das Ministerium. Die Tonnage der Munition, die an den drei Standorten insgesamt zerstört worden sei, stelle den grĂ¶ĂŸten Verlust russischer und von Nordkorea bereitgestellter Munition wĂ€hrend des Kriegs dar.

Die russische Armee hatte die Drohnenangriffe zwar eingerĂ€umt, aber die SchĂ€den heruntergespielt und von BrĂ€nden gesprochen, die durch abgestĂŒrzte DrohnentrĂŒmmer ausgelöst worden seien. Bei den Briten klingt das ganz anders: Die Angriffe werden demnach höchstwahrscheinlich zumindest zu kurzfristigen Unterbrechungen der russischen Munitionsversorgung fĂŒhren, wie es in der Mitteilung hieß, die das Verteidigungsministerium mit Satellitenaufnahmen der angegriffenen Depots untermalte.

Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine regelmĂ€ĂŸig Geheimdienst-Updates zum Kriegsverlauf. Russland wirft den Briten vor, Desinformationen zu verbreiten.

@ dpa.de