Faeser ordnet mehr Grenzkontrollen an
09.09.2024 - 15:06:58Das wurde am Montag aus Regierungskreisen bekannt. Die GrĂŒnde dafĂŒr seien neben der Begrenzung der irregulĂ€ren Migration auch der Schutz der inneren Sicherheit vor den aktuellen Bedrohungen durch den islamistischen Terrorismus und vor grenzĂŒberschreitender KriminalitĂ€t.
Nach dem Migrationstreffen mit Unionsfraktion und LĂ€ndervertretern in der vergangenen Woche habe die Regierung nun zudem ein "Modell fĂŒr europarechtskonforme und effektive ZurĂŒckweisungen entwickelt", hieĂ es aus Regierungskreisen weiter. Dieses Modell gehe ĂŒber die derzeit erfolgenden ZurĂŒckweisungen hinaus. Weitere Details zu dem Vorschlag wurden zunĂ€chst nicht bekannt.
Faeser habe dies der Unionsfraktion mitgeteilt und vertrauliche GesprĂ€che dazu angeboten. Ein solches GesprĂ€ch mit der CDU/CSU-Fraktion und dem Vorsitz der MinisterprĂ€sidentenkonferenz könnte an diesem Dienstag stattfinden, hieĂ es. ZurĂŒckweisungen an deutschen Landgrenzen gibt es derzeit nur in bestimmten FĂ€llen: wenn jemand mit einer Einreisesperre belegt ist oder kein Asyl beantragt.
Seit Oktober sind laut Bundesinnenministerium mehr als 30.000 Menschen zurĂŒckgewiesen worden. Mitte Oktober 2023 hatte Bundesinnenministerin Faeser stationĂ€re Kontrollen an den Grenzen zu Polen, Tschechien und der Schweiz angeordnet. An der deutsch-österreichischen Landgrenze gibt es solche Kontrollen, die mit der irregulĂ€ren Migration begrĂŒndet werden, bereits seit September 2015.

