Deutschland, Milliarden

Deutschland darf Milliarden in LNG-Terminals stecken

20.12.2024 - 15:11:21 | dpa.de

Um unabhĂ€ngig von russischem Gas zu werden, setzte der Bund unter anderem auf FlĂŒssigerdgas aus anderen LĂ€ndern - via schwimmenden Terminals. BrĂŒssel erlaubt Berlin dafĂŒr nun Milliardenförderungen.

Die Bundesregierung hatte den Aufbau von LNG-Terminals nach dem russischen Angriff auf die Ukraine forciert. (Archivbild) - Foto: Sina Schuldt/dpa
Die Bundesregierung hatte den Aufbau von LNG-Terminals nach dem russischen Angriff auf die Ukraine forciert. (Archivbild) - Foto: Sina Schuldt/dpa

Deutschland darf seine Betreibergesellschaft Deutsche Energy Terminal (DET) fĂŒr den Betrieb von vier schwimmenden Importterminals fĂŒr FlĂŒssigerdgas mit mehr als vier Milliarden Euro unterstĂŒtzen. Die EU-Kommission in BrĂŒssel genehmigte die Fördermaßnahme fĂŒr die LNG-Terminals. Sie ermögliche die Diversifizierung der Energieversorgung und gewĂ€hrleiste die Sicherheit der Gasversorgung.

In Energiekrise forciert

Die schwimmenden Terminals fĂŒr FlĂŒssiggas, sogenannte FSRUs, befinden sich in BrunsbĂŒttel, Stade sowie an zwei Standorten in Wilhelmshaven. Die AbkĂŒrzung FSRU steht fĂŒr Floating Storage and Regasification Unit. Der englische Begriff steht fĂŒr stationĂ€res schwimmendes LNG-Terminal, in dem das FlĂŒssiggas wieder verdampft wird.

Die Bundesregierung hatte den Aufbau von LNG-Terminals nach dem russischen Angriff auf die Ukraine forciert, um unabhÀngig von russischen Gaslieferungen zu werden. Langfristig sollen die schwimmenden Terminals, die aus einem Spezialschiff bestehen, durch Terminals an Land ersetzt werden.

Höhere Summen möglich

Der nun genehmigte Zuschuss in Höhe von 4,06 Milliarden Euro solle die Verluste abdecken, die die staatliche DET durch den Betrieb der schwimmenden Terminals bis zum Ende ihrer Charterzeit mache. Da die Schiffe auf dem Höhepunkt der Energiekrise gechartert worden seien, als Nachfrage und die Kosten sehr hoch waren, wurde erwartet, dass die Terminals von Anfang an mit Verlust arbeiten wĂŒrden. Sollten die Verluste höher ausfallen als erwartet, könnte sich der Betrag auf insgesamt 4,96 Milliarden Euro belaufen, teilte die Kommission mit.

Staatshilfe unterliegt in der EU strengen Regeln, um Wettbewerbsverzerrung zu vermeiden. Damit soll verhindert werden, dass finanzstarke LĂ€nder wie Deutschland und Frankreich ihren Unternehmen unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸige Vorteile gegenĂŒber Unternehmen aus kleineren LĂ€ndern verschaffen könnten.

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