UmweltbĂŒndnis: Politik soll Tesla-Erweiterung verhindern
02.03.2024 - 15:38:31UmweltschĂŒtzer haben die Politik in Brandenburg aufgefordert, die ErweiterungsplĂ€ne des US-Autobauers Tesla in GrĂŒnheide bei Berlin und eine erneute Rodung von Wald zu verhindern.
«Was muss noch passieren, damit die Politik reagiert und endlich Menschenwohl vor Profitinteressen gestellt wird», sagte Lou Winter vom BĂŒndnis «Tesla den Hahn abdrehen». Sie spricht von einem Skandal und wirft Tesla UmweltverstöĂe, eine GefĂ€hrdung von Trinkwasser und eine Ăberschreitung von Abwasser-Grenzwerten vor. Die Gemeindevertretung von GrĂŒnheide dĂŒrfe nicht ignorieren, dass vor kurzem auch die Mehrheit der Anwohner eine Erweiterung des GelĂ€ndes abgelehnt habe.
Wald ist besetzt
Umweltaktivisten halten seit Donnerstag einen Teil des Landeswaldes besetzt, den Tesla im Falle einer Erweiterung seines GelĂ€ndes roden will. Sie haben um die zehn BaumhĂ€user in mehreren Metern Höhe errichtet und kĂŒndigten an, möglichst lange ausharren zu wollen. Die Polizei sieht bislang keinen Anlass, das Camp zu rĂ€umen. Tesla selbst Ă€uĂerte sich bislang nicht zu der Aktion. In GrĂŒnheide steht die einzige europĂ€ische Fabrik des Unternehmens von MilliardĂ€r Elon Musk.
«Unser Protest hat gerade erst angefangen und wird noch gröĂer werden», kĂŒndigte Winter an. Am 10. MĂ€rz sei eine Demonstration aus Protest gegen Tesla geplant. Im Mai solle es weitere Aktionen geben. «E-MobilitĂ€t genieĂt derzeit einen grĂŒnen Anstrich, sie ist aber keine Lösung fĂŒr die Klimakrise», argumentierte Winter. Sie forderte einen ausgebauten und kostenlosen öffentlichen Nahverkehr.


