Guterres, Nahostkonflikt

Guterres setzt im Nahostkonflikt auf Zweistaatenlösung

25.03.2024 - 13:31:52 | dpa.de

UN-GeneralsekretĂ€r AntĂłnio Guterres hat sich erneut fĂŒr eine Zweistaatenlösung im Nahostkonflikt ausgesprochen.

"Israelis mĂŒssen ihre legitimen SicherheitsbedĂŒrfnisse verwirklicht sehen und PalĂ€stinenser mĂŒssen ihre legitimen Bestrebungen nach einem komplett unabhĂ€ngigen, existenzfĂ€higen und souverĂ€nen Staat realisiert sehen", sagte er am Montag in Jordaniens Hauptstadt Amman. Nur so könne der Konflikt zwischen Israelis und PalĂ€stinensern dauerhaft beendet werden.

Angesichts der katastrophalen humanitĂ€ren Lage im Gazastreifen forderte Guterres die israelische Regierung auf, mehr GrenzĂŒbergĂ€nge fĂŒr Hilfslieferungen zu öffnen. "Aber wir mĂŒssen den Tatsachen ins Auge sehen. Bei einem so blutigen Krieg wie diesem wird es keine nachhaltige humanitĂ€re Lösung geben", so Guterres bei einem Treffen mit Jordaniens Außenminister Aiman al-Safadi. DafĂŒr brauche es eine humanitĂ€re Waffenpause. Er rĂ€umte ein, dass nichts die "abscheulichen AnschlĂ€ge vom 7. Oktober und die Geiselnahmen der Hamas rechtfertigt". Er sagte zugleich: "Nichts rechtfertigt die kollektive Bestrafung des palĂ€stinensischen Volkes."

Israel betont, im Gazastreifen Krieg gegen die islamistische Hamas, nicht aber gegen die dortige Zivilbevölkerung zu fĂŒhren. Guterres zufolge sind Ausmaß und Geschwindigkeit von Tod und Zerstörung im Gaza-Krieg im Vergleich zu anderen humanitĂ€ren Krisen "auf einer ganz anderen Ebene".

Bei einem Besuch in einem palĂ€stinensischen FlĂŒchtlingslager in Jordanien lobte der UN-GeneralsekretĂ€r am Montag auch die Arbeit des UN-PalĂ€stinenserhilfswerks UNRWA. Die Organisation sei "eine Lebensader der Hoffnung und WĂŒrde" in der Region. 171 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien bislang im Gaza-Krieg getötet worden. "Die grĂ¶ĂŸte Zahl an TodesfĂ€llen von UN-Mitarbeitern in unserer Geschichte."

Nach israelischer Darstellungen sollen zwölf Prozent der 13 000 UNRWA-Mitarbeiter im Gazastreifen Verbindungen zur Hamas oder dem PalĂ€stinensischen Islamischen Dschihad (PIJ) haben. Israel wirft zudem einem Dutzend BeschĂ€ftigten vor, an den Terrorakten der islamistischen Hamas vom 7. Oktober beteiligt gewesen zu sein. Mehrere westliche LĂ€nder stellten vorĂŒbergehend die Zahlungen an das Hilfswerk ein, darunter die beiden grĂ¶ĂŸten Geldgeber, die USA und Deutschland. Guterres versprach umfassende AufklĂ€rung. Bei seinem Besuch in Jordanien sagte er am Montag, die KĂŒrzungen der Mittel fĂŒr das Hilfswerk seien besorgniserregend.

UNRWA kĂŒmmert sich bereits seit Jahrzehnten speziell um die Belange palĂ€stinensischer FlĂŒchtlinge und betreibt unter anderem Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen.

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