Merz, Vance

Merz trifft Vance - PlĂ€doyer fĂŒr Ukraine-Waffenstillstand

14.02.2025 - 17:46:00

Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz schlĂ€gt beim GesprĂ€ch mit US-VizeprĂ€sident J.D. Vance vor, dass GesprĂ€che zwischen den USA und Russland ĂŒber einen Friedensprozess mit einem Waffenstillstand in der von Moskau ĂŒberfallenen Ukraine beginnen sollten.

Dies könne eine vertrauensbildende Maßnahme sein, schrieb der CDU-Chef auf der Online-Plattform X nach einem etwa 20-minĂŒtigen Treffen mit Vance am Rande der MĂŒnchner Sicherheitskonferenz (MSC).

"Wir waren uns einig, dass der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine schnell ein Ende finden muss", schrieb der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag. Es habe Übereinstimmung gegeben, "dass der Weg zu einem dauerhaften Frieden nur in engster Abstimmung zwischen Amerika und Europa gelingen kann". Es gibt die Sorge, dass Europa und die Ukraine bei FriedensgesprĂ€chen von US-PrĂ€sident Donald Trump mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin ĂŒbergangen werden könnten.

Merz und Vance reden ĂŒber transatlantische Beziehungen und Zölle

Merz betonte, Vance und er hÀtten die besondere Bedeutung der transatlantischen Beziehungen bekrÀftigt. In Teilnehmerkreisen war von einem sehr guten und offenen GesprÀch die Rede. Merz habe deutlich gemacht, dass Europa weiter in seine eigene Sicherheit investieren werde. Auch das Thema Zölle sei von Merz angesprochen worden. Details wurden hier nicht genannt.

FĂŒr Merz gehört das Treffen mit Vance zu einer Reihe von bilateralen Treffen mit internationalen Spitzenpolitikern am Rande der MSC. Am Freitag traf er auch den chinesischen Außenminister Wang Yi sowie Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte. GesprĂ€che waren auch mit dem israelischen Außenminister Gideon Saar und dem finnischen PrĂ€sidenten Alexander Stubb geplant. Am Abend wollte Merz an einem MSC-Abendessen mit der US-Delegation teilnehmen.

Diplomatisches Speeddating fĂŒr Merz

Auch am Samstag stand eine Reihe von hochrangigen bilateralen Treffen am Rande der Konferenz auf dem Programm von Merz. Darunter war ein FrĂŒhstĂŒck mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas sowie getrennte GesprĂ€che mit EU-RatsprĂ€sident Antonio Costa, den MinisterprĂ€sidenten der Niederlande und Norwegens sowie der Regierungschefin von DĂ€nemark.

@ dpa.de