Unionsfraktionschef will Ănderungen bei Zuckersteuer
Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 07:58 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Es gibt Ănderungsbedarf am Gesetzentwurf von Finanzminister Klingbeil", sagte der CDU-Politiker dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Wir brauchen Ăbergangsfristen, damit die GetrĂ€nkehersteller ihre Rezeptur verĂ€ndern können."
Gelinge ihnen das nicht, mĂŒssten sie ihre Preise erhöhen, warnte Frei. "Damit drohen ihnen Wettbewerbsnachteile und am Ende vielleicht Arbeitsplatzverluste - was wir nicht wollen." In jedem Fall dĂŒrfe es fĂŒr die Zuckersteuer keine neuen Stellen in der Verwaltung geben. GrundsĂ€tzlich verteidigte der Unionsfraktionschef die geplante Extra-Steuer auf GetrĂ€nke mit Zuckerzusatz.
Das Bundeskabinett hatte am Mittwoch einen Vorschlag fĂŒr die Koalitionsfraktionen auf den Weg gebracht, den diese in den Bundestag einbringen sollen. Der Chef der CSU-Abgeordneten im Bundestag, Alexander Hoffmann, forderte bereits einen spĂ€teren Starttermin als bislang vorgesehen, damit Unternehmen ihre Rezepturen umstellen können - nĂ€mlich Anfang 2028 statt Juli 2027.
Die neue Steuer soll auf gezuckerte GetrĂ€nke mit einem Gesamtzuckergehalt von mindestens fĂŒnf Gramm pro 100 Milliliter anfallen. Laut Finanzministerium sind das zum Beispiel Limonaden, Eistees, Energydrinks und FruchtsaftgetrĂ€nke mit Zuckerzusatz. Nicht betroffen sind GetrĂ€nke mit Alkohol sowie alkoholfreie Biere, Weine oder Cocktails. Auch reine Frucht- und GemĂŒsesĂ€fte oder ungesĂŒĂte Schorlen werden nicht zusĂ€tzlich besteuert, genauso wenig GetrĂ€nke mit SĂŒĂungsmitteln. Die Regierung strebt eine Befreiung fĂŒr alle Betriebe an, die im Jahr maximal eine Million Liter produzieren.
Der Bund könnte durch die Steuer im nĂ€chsten Jahr 690 Millionen Euro einnehmen, fĂŒr 2028 sind 925 Millionen vorgesehen. Das Geld soll genutzt werden, um die BeitrĂ€ge fĂŒr die gesetzliche Krankenversicherung stabil zu halten. Gleichzeitig soll die Steuer aber ein Anreiz fĂŒr GetrĂ€nkehersteller sein, den Zuckergehalt in ihren Produkten zu reduzieren. "Die Zuckersteuer dient in erster Linie der Gesundheitsvorsorge", argumentierte Frei.
