Russland warnt Nato im Sicherheitsrat
13.09.2024 - 18:36:58 | dpa.de"Das hier ist kein Spiel. Tatsache ist, dass die Nato direkt an Feindseligkeiten gegen eine Atommacht beteiligt sein wird. Ich denke, Sie sollten das nicht vergessen und ĂŒber die Konsequenzen nachdenken", sagte der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.
"Das Nato-MilitĂ€r wird Raketensysteme programmieren. Wir sprechen hier nicht davon, Kiew Langstreckenangriffe auf Russland zu erlauben, sondern vielmehr davon, eine Entscheidung fĂŒr direkte Angriffe aus dem Westen zu treffen", so der Diplomat. Die Nato wĂŒrde direkte Kriegspartei. Ăhnlich hatte sich zuvor Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin geĂ€uĂert, dabei aber nicht auf das Arsenal an Atomwaffen verwiesen.
"Ich habe nie gesagt, und wir wĂŒrden auch nie sagen, dass wir die Drohungen von Herrn Putin nicht ernst nehmen", sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats im WeiĂen Haus, John Kirby. Dass Putin mit Atomwaffen drohe, nehme man ernst. Putin habe bewiesen, dass er zu Eskalation und Aggression fĂ€hig sei. "Wir nehmen diese ĂuĂerungen also ernst, aber das ist nichts, was wir nicht schon einmal gehört hĂ€tten. Wir nehmen sie also zur Kenntnis."
Die vom Westen unterstĂŒtzte Ukraine fordert seit lĂ€ngerem von den USA und GroĂbritannien, den Einsatz weitreichender Raketen im russischen Hinterland zu erlauben. Ihr erklĂ€rtes Ziel ist es, die russische Logistik zu stören und MilitĂ€rflugplĂ€tze der Luftwaffe weit hinter der russisch-ukrainischen Grenze anzugreifen.
Die USA beschrĂ€nken den Einsatz ihrer Waffen gegen Russland nach offizieller Darstellung auf die Abwehr der russischen Offensive gegen die ostukrainische Stadt Charkiw. Die britische Regierung Ă€uĂert sich bislang nicht konkret zur Frage, was sie der Ukraine mit den von ihr zur VerfĂŒgung gestellten Waffen genau erlaubt. US-Medien spekulieren darĂŒber, dass US-PrĂ€sident Joe Biden kurz davor stehen könnte, den Weg fĂŒr die Ukraine fĂŒr entsprechende Angriffe freizumachen. Er wird den britischen Premier Keir Starmer am Freitag im WeiĂen Haus treffen.
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