Unternehmensführung, KPMG

Unternehmensführung: KPMG fordert One-Governance für Cyberrisiken

Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 22:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

KPMG veröffentlicht Leitlinien für integrierte Unternehmensführung mit Fokus auf Cyberrisiken und ESG-Transparenz.

KPMG: Neue Governance-Regeln zu Cyber und ESG
Moderner Konferenzraum mit digitaler Datenvisualisierung zu ESG-Kennzahlen und Cybersicherheit auf einem Tablet. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

KPMG International hat neue Anforderungen an die moderne Unternehmensführung publiziert und reagiert damit auf die sich verschärfende regulatorische Landschaft. In der aktuellen Veröffentlichung stellt das Prüfungs- und Beratungsnetzwerk insbesondere Cyberrisiken sowie die Transparenzpflichten im Bereich Umwelt, Soziales und Governance (ESG) in das Zentrum der unternehmerischen Compliance. Das Ziel der neuen Leitlinien ist es, die Verantwortlichkeiten in der Führungsebene klarer zu definieren und die Resilienz von Organisationen gegenüber globalen Risiken zu stärken.

Der One-Governance-Ansatz für integrierte Steuerung

Angesichts der steigenden Komplexität gesetzlicher Vorgaben bewirbt KPMG einen sogenannten One-Governance-Ansatz. Dieser zielt darauf ab, die bislang oft getrennt behandelten Bereiche Risiko-Management, Compliance und interne Revision in einer integrierten Unternehmenssteuerung zusammenzuführen. Nach Einschätzung des Unternehmens ist eine solche Verzahnung notwendig, um den vielfältigen Anforderungen gerecht zu werden, die heute an Vorstände und Aufsichtsräte gestellt werden.

Durch diesen ganzheitlichen Ansatz sollen Redundanzen vermieden und Informationsverluste zwischen verschiedenen Abteilungen minimiert werden. Insbesondere die Verknüpfung von operativen Cyberrisiken mit den strategischen ESG-Zielen gilt als wesentlicher Baustein dieser Strategie. KPMG betont dabei, dass eine isolierte Betrachtung dieser Themengebiete in einem modernen Marktumfeld nicht mehr ausreiche, um die langfristige Stabilität und Gesetzeskonformität eines Unternehmens zu gewährleisten.

Fokus auf Cyberrisiken und ESG-Transparenz

Ein wesentlicher Schwerpunkt der neuen Anforderungen liegt auf der Bewältigung von Cyberrisiken. Da digitale Bedrohungsszenarien zunehmend die Geschäftskontinuität gefährden, fordert KPMG eine stärkere Verankerung der Informationssicherheit in den Governance-Strukturen. Cybersicherheit wird hierbei nicht länger als rein technisches IT-Thema, sondern als zentrale Aufgabe der Unternehmensführung eingestuft.

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Parallel dazu rücken die ESG-Transparenzpflichten weiter in den Fokus der Compliance. Die steigenden Anforderungen an die Berichterstattung über Nachhaltigkeitsaspekte zwingen Unternehmen dazu, belastbare Datenstrukturen aufzubauen. KPMG weist darauf hin, dass die Nichterfüllung dieser Transparenzpflichten nicht nur Reputationsschäden, sondern auch erhebliche rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Die Integration dieser Faktoren in das bestehende Compliance-System sei daher eine der dringlichsten Aufgaben für die kommenden Monate.

Orientierung an IDW- und ISO-Standards

Um die Umsetzung dieser komplexen Anforderungen in der Praxis zu erleichtern, legt KPMG einen besonderen Fokus auf etablierte Prüfungs- und Management-Standards. Genannt werden hierbei insbesondere die Standards des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) sowie internationale ISO-Normen. Diese bieten einen methodischen Rahmen, um Compliance-Management-Systeme und Risikomanagement-Ansätze objektiv bewertbar und vergleichbar zu machen.

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Die Orientierung an diesen Standards soll Unternehmen dabei helfen, ihre Governance-Strukturen gegenüber Behörden, Investoren und anderen Stakeholdern nachzuweisen. KPMG verdeutlicht, dass eine Zertifizierung oder Prüfung nach solchen anerkannten Normen ein wichtiges Instrument ist, um die Wirksamkeit der internen Kontrollmechanismen sicherzustellen. Durch die konsequente Anwendung dieser Standards könnten Unternehmen proaktiv auf regulatorische Änderungen reagieren und ihre Marktposition in einem zunehmend überwachten Umfeld behaupten.

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