US-Außenminister, LĂ€nder

US-Außenminister ruft arabische LĂ€nder zu Gaza-Vorschlag auf

14.02.2025 - 07:00:19

US-Außenminister Marco Rubio hat die arabischen Staaten zu eigenen VorschlĂ€gen bezĂŒglich der Zukunft des Gazastreifens aufgerufen.

"Sie mögen ihn nicht, aber der einzige Plan" sei im Moment der von US-PrĂ€sident Donald Trump, sagte Rubio in einer US-Radiosendung. Dieser sieht unter anderem die dauerhafte Umsiedlung der rund zwei Millionen Bewohner des zerstörten KĂŒstenstreifens in arabische Staaten vor. "Wenn sie also einen besseren Plan haben, ist jetzt die Zeit, ihn zu prĂ€sentieren", sagte Rubio. Er besucht im Anschluss an die MĂŒnchner Sicherheitskonferenz vom 15. bis 18. Februar Israel, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Die arabischen LĂ€nder sagten, wie sehr sie sich um die PalĂ€stinenser sorgten, aber keines von ihnen wolle PalĂ€stinenser aufnehmen, keines habe in der Vergangenheit etwas fĂŒr Gaza getan, sagte Rubio laut einer von seinem Ministerium veröffentlichten Abschrift seines Auftritts in der Radioshow der konservativen Gastgeber Clay Travis und Buck Sexton. Man werde den LĂ€ndern Zeit geben, einen eigenen Plan auszuarbeiten. Die Hamas dĂŒrfe in Gaza jedoch keine Rolle mehr spielen, "denn Israel wird das nicht tolerieren", sagte Rubio.

Die Hamas habe Waffen. "Jemand muss sich diesen Leuten entgegenstellen. Wer wird das sein? Amerikanische Soldaten werden es nicht sein", sagte Rubio. "Wenn die LĂ€nder in der Region nicht in der Lage sind, diese Aufgabe zu bewĂ€ltigen, dann muss es Israel tun, und dann sind wir wieder da, wo wir schon einmal waren. Das löst das Problem also nicht", sagte er. "Hoffentlich werden sie einen wirklich guten Plan haben, den sie dem PrĂ€sidenten vorlegen können." Trump hatte mit seinem Plan, wonach Gaza unter Kontrolle der USA in eine "Riviera des Nahen Ostens" verwandelt werden soll, fĂŒr Unruhe gesorgt.

@ dpa.de