ROUNDUP, Trump

Trump zweifelt an Putins Willen zur Beendigung des Krieges

26.04.2025 - 20:05:01

US-PrĂ€sident Donald Trump droht Russland nach seinem Treffen mit dem ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj mit Sanktionen und Ă€ußert Zweifel an der Bereitschaft von Kremlchef Wladimir Putin, den Krieg in der Ukraine beenden zu wollen.

Trump schrieb auf dem RĂŒckflug von Rom in die USA auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social, dass es fĂŒr Putin keinen Grund gegeben habe, in den vergangenen Tagen Raketen auf zivile Gebiete, StĂ€dte und Dörfer in der Ukraine zu feuern. "Es bringt mich zum Nachdenken: Vielleicht will er den Krieg gar nicht beenden, sondern hĂ€lt mich nur hin - und muss anders behandelt werden (...)", so Trump weiter.

Der US-PrĂ€sident nannte als Beispiel sogenannte SekundĂ€rsanktionen, also Maßnahmen gegen DrittlĂ€nder, Unternehmen oder Einzelpersonen, die weiterhin mit Russland GeschĂ€fte machen. Er deutete auch an, Russland noch weiter vom internationalen Bankensystem abschneiden zu wollen. Es sind ungewöhnlich scharfe Worte, die Trump nun ĂŒber Putin verliert. Nur wenige Stunden zuvor war er in Rom am Rande der Trauerfeier fĂŒr Papst Franziskus zu einem GesprĂ€ch mit Selenskyj zusammengekommen. Das Weiße Haus bezeichnete das Treffen als "sehr produktiv".

Halbinsel Krim immer wieder Thema in Verhandlungen

Es war das erste Treffen der beiden StaatsmĂ€nner nach einem Eklat im Weißen Haus Ende Februar. In seinem Beitrag auf Truth Social betonte Trump auch, dass eine RĂŒckgabe der 2014 von Russland annektierten Halbinsel Krim an die Ukraine eine "lĂ€cherliche Forderungen" sei. Der Republikaner schrieb erneut, dass der Krieg nie hĂ€tte beginnen dĂŒrfen und nicht begonnen worden wĂ€re, wenn er damals PrĂ€sident gewesen wĂ€re.

Trump will den russischen Angriffskrieg in der Ukraine beenden und dabei auch Selenskyj ZugestĂ€ndnisse abringen. Einen Verzicht etwa auf die Schwarzmeer-Halbinsel Krim oder andere von Moskau einverleibte Gebiete im Osten der Ukraine hatte Selenskyj bisher kategorisch abgelehnt. Noch am Freitag schrieb Trump nach GesprĂ€chen seines Sondergesandten Steve Witkoff in Moskau, dass die Verhandlungen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine kurz vor einem Ergebnis stĂŒnden.

Putin nicht in Rom bei Trauerfeier dabei

Russland war bei der Trauerfeier in Rom lediglich mit Kulturministerin Olga Ljubimowa vertreten. Die FĂŒhrung in Moskau spricht zwar von Fortschritten bei den Verhandlungen mit Washington, verweist aber darauf, dass noch Detailfragen fĂŒr eine Beendigung des Krieges zu klĂ€ren seien.

Moskau hatte sich nach den GesprĂ€chen mit Witkoff erneut offen gezeigt fĂŒr direkte Verhandlungen mit der Ukraine - wie zu Beginn des russischen Angriffskrieges 2022. Dazu verlangte Kremlchef Putin bisher aber stets, dass Selenskyj sein Dekret, das solche Verhandlungen verbietet, zurĂŒckzieht.

@ dpa.de

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