ROUNDUP, Trump

Trump droht mit weiterer Erhöhung der Zölle gegen China

Veröffentlicht am: 07.04.2025 um 18:07 Uhr | dpa.de

US-PrÀsident Donald Trump droht trotz einer weltweiten Talfahrt der Börsen mit einer weiteren Erhöhung der Zölle gegen China um noch einmal 50 Prozent.

Er gebe Peking bis Dienstag Zeit, die Gegenzölle in Höhe von 34 Prozent wieder zurĂŒckzunehmen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Sonst wĂŒrden seine neuen Zölle am Mittwoch in Kraft treten.

Trump schrieb weiter, China habe die "Vergeltungszölle" in Höhe von 34 Prozent trotz seiner Warnung verhĂ€ngt, dass er weitere Zölle erheben werde, sollte ein Land solche Gegenmaßnahmen ergreifen.

In einem Post zuvor hatte Trump China als "grĂ¶ĂŸten ÜbeltĂ€ter" bezeichnet. Die dortigen MĂ€rkte befĂ€nden sich auf Talfahrt, obwohl Peking Gegenzölle in Höhe von 34 Prozent auf US-Importe angekĂŒndigt habe, schrieb er.

Trumps Kurs sorgt weltweit fĂŒr Verunsicherung. Die MĂ€rkte sind unter Druck. US-Notenbankchef Jerome Powell warnte zuletzt vor steigender Inflation und einem verlangsamten Wirtschaftswachstum fĂŒr die USA.

Weißes Haus nennt mögliche Aussetzung Fake News

Das Weiße Haus wies Spekulationen ĂŒber eine mögliche Aussetzung des gewaltigen US-Zollpakets entschieden zurĂŒck. Ein Regierungsvertreter sprach von "Fake News". Zuvor hatten entsprechende GerĂŒchte insbesondere in sozialen Medien fĂŒr starke Schwankungen an den Börsen gesorgt.

Nachdem der erste Teil von Trumps gewaltigem Zollpaket in Kraft getreten ist, sollen am Mittwoch weitere Maßnahmen folgen. Geplant sind nochmals deutlich höhere Zölle fĂŒr LĂ€nder, mit denen die USA aus Sicht der Regierung ein besonders großes Handelsdefizit aufweisen. Dazu gehören China und auch die EU. FĂŒr jedes betroffene Land hat die US-Regierung einen eigenen Prozentsatz berechnet, der als Grundlage fĂŒr die neuen Abgaben dient. Bereits am Samstag waren pauschale Importzölle von zehn Prozent auf Waren aus nahezu allen LĂ€ndern in Kraft getreten.

Der US-PrĂ€sident zeigte sich von der Börsentalfahrt nach außen hin unbeeindruckt. Er schrieb, die Preise fĂŒr Öl und Lebensmittel seien gesunken - es gebe außerdem "keine Inflation". Die gefallenen Ölpreise sind Experten zufolge allerdings eher Ausdruck wachsender RezessionsĂ€ngste und damit rĂŒcklĂ€ufiger Nachfrage. Zudem rechnen Ökonomen damit, dass die neuen Zölle die Lebensmittelpreise in den USA steigen lassen werden.

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