SolidaritÀt mit Netanjahu: Trump wettert gegen Israels Justiz
26.06.2025 - 06:06:14"Ich bin schockiert, dass der Staat Israel, der gerade einen seiner gröĂten Momente in der Geschichte erlebt hat und von Bibi Netanjahu gefĂŒhrt wird, die lĂ€cherliche Hexenjagd gegen seinen MinisterprĂ€sidenten fortsetzt", schrieb Trump auf seiner Nachrichtenplattform Truth Social.
Er habe an der Seite von Netanjahu gegen den Iran und dessen Atomprogramm gekÀmpft und sei mit ihm durch die Hölle gegangen. Nun habe er erfahren, dass der israelische Regierungschef zu einem Gerichtstermin am Montag vorgeladen worden sei, schrieb Trump weiter.
Im seit fĂŒnf Jahren andauernden Korruptionsprozess gegen Netanjahu hatte der israelische Regierungschef Anfang des Monats erstmals im Kreuzverhör ausgesagt. Wegen des Kriegs gegen den Iran und der Sicherheitsrisiken verhandelten die mit Notbesetzung arbeitenden Gerichte zuletzt nur noch besonders dringende FĂ€lle. Laut der Zeitung "Times of Israel" wird erwartet, dass das Kreuzverhör nun bald fortgesetzt wird.
Trump fordert Einstellung des Verfahrens
Das Verfahren gegen Netanjahu solle unverzĂŒglich eingestellt werden, forderte Trump. "Es waren die Vereinigten Staaten von Amerika, die Israel gerettet haben, und jetzt werden es die Vereinigten Staaten von Amerika sein, die Bibi Netanjahu retten", schrieb der US-PrĂ€sident in seinem Truth-Social-Beitrag.
Netanjahu ist wegen Betrugs, Untreue und Bestechlichkeit angeklagt. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, als Kommunikationsminister dem Telekom-Riesen Bezeq VergĂŒnstigungen gewĂ€hrt zu haben. AuĂerdem soll er Luxusgeschenke von befreundeten MilliardĂ€ren angenommen haben. Netanjahu hat die VorwĂŒrfe stets zurĂŒckgewiesen und von einer "Hexenjagd" gesprochen.
Es ist das erste Mal, dass ein amtierender MinisterprÀsident in Israel vor Gericht steht. Der Prozess könnte noch Jahre dauern.

