Trump beharrt auf Gaza-PlÀnen
10.02.2025 - 06:19:20 | dpa.deAuf einem Flug mit der PrĂ€sidentenmaschine Air Force One sagte Trump am Sonntag (Ortszeit) ĂŒber das KĂŒstengebiet: "Wir sind entschlossen, es zu besitzen, es zu nehmen und sicherzustellen, dass die Hamas nicht zurĂŒckkommt." Der Republikaner sprach vor Journalisten darĂŒber, den Gazastreifen zu kaufen. Teile des Gebiets könnten anderen Staaten im Nahen Osten fĂŒr den Wiederaufbau ĂŒberlassen werden, sagte Trump.
In den Tagen zuvor hatten Aussagen des PrĂ€sidenten, die praktisch auf eine Umsiedlung von Hunderttausenden PalĂ€stinensern hinauslaufen wĂŒrden, heftige Kritik im In- und Ausland ausgelöst. So wiederholte Trump seine frĂŒhere Darstellung, die im Gazastreifen lebenden PalĂ€stinenser mĂŒssten das Gebiet verlassen - und stellte es so dar, als sorge er sich vor allem um das Wohlergehen der Zivilbevölkerung. Experten zufolge wĂŒrde eine Vertreibung der PalĂ€stinenser aus dem Gazastreifen gegen das Völkerrecht verstoĂen. Die Vereinten Nationen warnen vor einer "ethnischen SĂ€uberung".
"Sie wollen nicht nach Gaza zurĂŒckkehren", sagte Trump nun in Bezug auf die PalĂ€stinenserinnen und PalĂ€stinenser aus dem KĂŒstenstreifen. "Der einzige Grund, warum sie ĂŒber eine RĂŒckkehr nach Gaza sprechen, ist, dass sie keine Alternative haben." Die USA wĂŒrden sich um die PalĂ€stinenserinnen und PalĂ€stinenser kĂŒmmern.
Trumps Berater hatten sich vor seinen erneuten Einlassungen zwar bemĂŒht, die ĂuĂerungen des PrĂ€sidenten zu entschĂ€rfen. Der US-Sondergesandte fĂŒr den Nahen Osten, Steve Witkoff, sagte etwa, Trump wolle weder US-Soldaten in den Gazastreifen schicken noch Geld fĂŒr den Wiederaufbau bereitstellen. Die Kritik ebbte aber dennoch nicht ab. Bislang hat sich auch kein arabisches Land der Region bereit erklĂ€rt, die Menschen auf Trumps Wunsch hin aufzunehmen.
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