Trump, Verteidigungsausgaben

Trump sieht deutsche Verteidigungsausgaben 'positiv'

05.06.2025 - 18:24:36

US-PrĂ€sident Donald Trump hat sich grundsĂ€tzlich positiv zu den gestiegenen Verteidigungsausgaben Deutschlands geĂ€ußert.

"Ich weiß, dass Sie jetzt mehr Geld fĂŒr die Verteidigung ausgeben - und zwar ziemlich viel mehr. Das ist eine positive Sache", sagte Trump beim Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Weißen Haus. Konkret zu Prozentzahlen wollte er sich aber nicht Ă€ußern. DarĂŒber habe er mit Merz bisher nicht viel gesprochen.

Zugleich verwies der Republikaner auf historische Bedenken gegenĂŒber einer deutschen AufrĂŒstung. Wenn man ihm heute erklĂ€re, Deutschland investiere mehr in die Verteidigung, frage er sich manchmal: "Oh, ist das eine gute oder eine schlechte Sache?" Insgesamt halte er die Entwicklung aber fĂŒr richtig - "zumindest bis zu einem gewissen Punkt", sagte Trump und scherzte: "Es wird einen Moment geben, da sage ich: Bitte nicht noch mehr aufrĂŒsten."

Auf Nachfrage bestĂ€tigte Trump, mit dem deutschen Gast auch die PrĂ€senz Zehntausender US-Truppen in Deutschland besprechen zu wollen. Dies sei auch gut fĂŒr Deutschlands Wirtschaft, es gehe um gut bezahlte Soldaten, sagte Trump. Er fĂŒgte hinzu, dass die Beziehung mit Deutschland "sehr wichtig" sei.

Aktuell sind nach Angaben des Europa-Kommandos der US-StreitkrĂ€fte (Eucom) rund 78.000 amerikanische Soldaten in Europa stationiert - darunter etwa 37.000 in Deutschland. Die Zahl verĂ€ndert sich regelmĂ€ĂŸig, basierend auf Rotationen und Übungen in der Region. Insbesondere seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine schwankte die Zahl sehr.

@ dpa.de