Trump, Treffen

Trump lehnt bei Treffen mit Netanjahu Aussetzen der Zölle ab

07.04.2025 - 23:20:53

US-PrÀsident Donald Trump hat trotz der Talfahrt der Börsen ein Aussetzen der Zölle abgelehnt.

"Nun, das haben wir nicht vor", sagte Trump auf eine entsprechende Frage im Weißen Haus. Zuvor hatten Vertreter des Weißen Hauses entsprechende Spekulationen ĂŒber ein Aussetzen der Zölle schon als Fake News bezeichnet.

Es gebe viele LĂ€nder, die mit den USA verhandeln wollten, sagte Trump bei einem Empfang fĂŒr den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu. Er nannte den japanischen MinisterprĂ€sidenten Shigeru Ishiba, mit dem er am Morgen gesprochen habe.

Trump macht EU erneut VorwĂŒrfe

Der EU warf er vor, ihre Autoindustrie nicht nur mit Zöllen, sondern mit Auflagen und Regeln abzuschotten. Sie seien geschaffen worden, um den Import amerikanischer Autos zu blockieren. Als Beispiel nannte er einen Test, bei dem eine Kugel aus 6 Meter Höhe auf ein Auto fallen gelassen werde, und wenn es dann eine Delle habe, dĂŒrfe es nicht in die EU verkauft werden. Ein deutsches Auto bekĂ€me bei so einem Test auch eine Delle.

Trump sprach von nicht-monetĂ€ren Schranken, mit denen sich die EU abschotte. Die EU errichte Barrieren, die so streng seien, dass es unmöglich sei, sie zu erfĂŒllen. Experten hatten dagegen erklĂ€rt, nicht Handelsschranken oder Zölle seien schuld am schwachen Abschneiden der US-Autobauer in Europa, sondern deren Modelle.

China "grĂ¶ĂŸter ÜbeltĂ€ter"

Der US-PrĂ€sident bekrĂ€ftigte seine AnkĂŒndigung vom Morgen, dass er China mit weiteren Zöllen von noch einmal 50 Prozent belegen werde. Er reagierte damit auf Pekings angekĂŒndigte Gegenzölle in Höhe von 34 Prozent. Trump betonte, er habe eine großartige Beziehung zu PrĂ€sident Xi Jinping und hoffe, dass es auch so bleiben werde. "Ich habe großen Respekt vor China, aber sie können das nicht einfach so machen." In einem Post hatte Trump China zuvor als "grĂ¶ĂŸten ÜbeltĂ€ter" bezeichnet.

Trumps Kurs sorgt weltweit fĂŒr Verunsicherung. Die MĂ€rkte sind unter massivem Druck.

@ dpa.de