Verteidigungsausgaben: Trump unzufrieden mit Spanien
24.06.2025 - 19:01:15Vor Journalisten sagte er auf dem Flug von Washington nach Europa mit Blick auf die Verteidigungsausgaben, was Spanien mache, sei "unfair" den anderen gegenĂŒber.
Trump postete zudem auf Truth Social eine Auflistung von Verteidigungsausgaben. Spanien rangiert auf dieser Grafik ganz unten. Der US-PrÀsident schrieb, das werde bald mit den Nato-Mitgliedern diskutiert.
Wie die Deutsche Presse-Agentur nach einer schriftlichen Entscheidung erfuhr, wollen sich die Alliierten beim Gipfel bereiterklĂ€ren, ihre jĂ€hrlichen verteidigungsrelevanten Ausgaben auf mindestens fĂŒnf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu erhöhen.
Ein Betrag von mindestens 3,5 Prozent des BIP soll dabei auf klassische MilitĂ€rausgaben entfallen. Zudem könnte zum Beispiel militĂ€risch nutzbare Infrastruktur im Wert von 1,5 Prozent des BIP angerechnet werden. Als Frist fĂŒr die ErfĂŒllung des neuen Ziels soll das Jahr 2035 gelten, wie nach Angaben von Diplomaten aus dem Entwurf fĂŒr die AbschlusserklĂ€rung hervorgeht. Diese soll am Mittwoch formell angenommen werden.
Kritische LĂ€nder wie Spanien konnten nach Angaben von Diplomaten letztlich doch mit an Bord geholt werden, weil fĂŒr das Jahr 2029 eine ĂberprĂŒfung der neuen Zielvorgabe in Aussicht gestellt wurde. Dann sollen ohnehin neue Planungsziele fĂŒr Abschreckung und Verteidigung vereinbart werden.
FĂŒr das kritische Spanien gibt es aber eine Neben-Absprache: Nato-GeneralsekretĂ€r Rutte sicherte Spaniens linkem Regierungschefs Pedro SĂĄnchez schriftlich zu, dass dessen Land das neue Prozent-Ziel nicht erreichen muss, wenn es die von ihm geforderten militĂ€rischen FĂ€higkeiten auch mit weniger Geld bereitstellen kann. In BrĂŒssel wird dies allerdings fĂŒr wenig realistisch gehalten.

