Trump besucht heute US-Notenbank Fed - Druckmittel gegen Powell
24.07.2025 - 08:50:16Das geht aus einem kurzfristig erstellten Eintrag im öffentlichen Terminkalender des PrĂ€sidenten hervor, der auf der Internetseite des WeiĂen Hauses veröffentlicht wurde. In dem Terminhinweis heiĂt es lediglich, dass der PrĂ€sident um 16 Uhr Ortszeit die Federal Reserve besuche. Weitere Details wurden nicht genannt. Damit könnte Trump versuchen, den Druck auf Fed-Chef Jerome Powell zu erhöhen. Der Notenbanker ist dem US-PrĂ€sidenten schon lĂ€nger ein Dorn im Auge.
Derzeit finden am Standort der US-Notenbank in Washington umfangreiche UmbaumaĂnahmen statt. Zuletzt hatte Trump Powell immer wieder scharf angegriffen und dabei auch eine KostenĂŒberschreitung beim Umbau moniert. Experten sehen die VorwĂŒrfe als Mittel, um den Druck auf Powell zu erhöhen.
Mit dem Besuch der von ihm scharf kritisierten Notenbank erweckt Trump "den Eindruck einer politischen Einflussnahme", heiĂt es denn auch in einer EinschĂ€tzung der Landesbank Hessen-ThĂŒringen (Helaba). In den vergangenen Wochen hat auch die Sorge um die UnabhĂ€ngigkeit der amerikanischen Notenbank den US-Dollar unter Druck gesetzt.
DarĂŒber hinaus drĂ€ngt der PrĂ€sident den Notenbankchef immer wieder, die Zinsen zu senken. "Es vergeht kaum ein Tag, an dem Trump nicht deutliche Zinssenkungen fordert", heiĂt es weiter in der Analyse der Helaba.
Seit dem vergangenen Dezember hat die Notenbank den Leitzins unverĂ€ndert gehalten. Ein Grund sind andauernde Inflationsrisiken durch die aggressive Handelspolitik der Trump-Regierung, denn hohe Einfuhrzölle dĂŒrften viele Waren fĂŒr die US-amerikanischen BĂŒrger teurer machen. Auch mit Blick auf die nĂ€chste Zinssitzung Ende des Monats wird daher an den FinanzmĂ€rkten fest damit gerechnet, dass die Fed den Leitzins weiter in der Spanne zwischen 4,25 Prozent und 4,50 Prozent belĂ€sst.

