Rubio, Trump

Rubio: Trump will mit Gaza-Vorstoß LĂ€nder zur Hilfe bewegen

07.02.2025 - 05:46:35

US-PrĂ€sident Donald Trump will mit seinem umstrittenen Vorstoß zum Gazastreifen nach EinschĂ€tzung seines Außenministers vor allem Bewegung in die Debatte ĂŒber die Zukunft der Region bringen und andere LĂ€nder zur Hilfe drĂ€ngen.

"Ich habe den Eindruck, dass viele Staaten in der Welt ihre Besorgnis ĂŒber den Gazastreifen und das palĂ€stinensische Volk zum Ausdruck bringen, aber in der Vergangenheit nur sehr wenig bereit waren, etwas Konkretes zu unternehmen", sagte Marco Rubio bei einem Besuch in der Dominikanischen Republik. "Ich glaube, dass PrĂ€sident Trump versucht, sie aufzurĂŒtteln und hoffentlich eine Reaktion von einigen LĂ€ndern zu erhalten, die sowohl wirtschaftlich als auch technologisch in der Lage sind, nach dem Konflikt einen Beitrag zu der Region zu leisten."

Trump hatte zuletzt verkĂŒndet, die USA wĂŒrden den Gazastreifen "ĂŒbernehmen" und in eine wirtschaftlich florierende "Riviera des Nahen Ostens" verwandeln. Die rund zwei Millionen Menschen, die dort leben, mĂŒssten das Gebiet verlassen. Selbst einen US-MilitĂ€reinsatz schloss er bei der Pressekonferenz an der Seite des israelischen MinisterprĂ€sidenten Benjamin Netanjahu nicht aus.

Die Äußerungen lösten sowohl international als auch in den USA scharfe Kritik aus. Eine Vertreibung der PalĂ€stinenser aus dem Gazastreifen wĂŒrde Experten zufolge gegen das Völkerrecht verstoßen. Die Vereinten Nationen warnten vor einer "ethnischen SĂ€uberung". Trumps Berater bemĂŒhten sich daraufhin, die Aussagen des US-PrĂ€sidenten zu relativieren. Der US-Sondergesandte fĂŒr den Nahen Osten, Steve Witkoff, sagte etwa, Trump wolle weder US-Soldaten in den Gazastreifen schicken noch Gelder fĂŒr den Wiederaufbau bereitstellen.

@ dpa.de