Trump plant Erleichterungen bei Autozöllen
29.04.2025 - 16:43:36Das kĂŒndigte die Sprecherin des WeiĂen Hauses, Karoline Leavitt, an, ohne weitere Details zu nennen. Nach Medienberichten reagiert Trump damit auf Klagen der Branche. So sollen Abgaben fĂŒr importierte Bauteile bei Montage in den USA abgemildert werden, schrieben das "Wall Street Journal" und die Nachreichtenagentur Bloomberg. Auch sollen fĂŒr Autos nicht die zusĂ€tzlichen Zölle auf Aluminium und Stahl fĂ€llig werden, hieĂ es unter Berufung auf informierte Personen und Regierungsbeamte. Dies solle eine Doppelbelastung vermeiden.
Trump hatte Zölle von 25 Prozent auf importierte Autos und Bauteile verkĂŒndet. Die Abgabe fĂŒr fertige Autos trat bereits Anfang April in Kraft, die fĂŒr Teile soll am 3. Mai folgen. Finanzminister Scott Bessent sagte auf der Pressekonferenz, die Erleichterungen wĂŒrden wesentlich zur Ausrichtung der amerikanischen Automobilproduktion beitragen.
Aus der Industrie gab es Warnungen vor drastischen negativen Folgen und Preiserhöhungen. Denn nach SchĂ€tzungen von Marktforschern wird rund die HĂ€lfte der in den USA verkauften Fahrzeuge auĂerhalb des Landes montiert. Selbst US-Hersteller produzieren viele Wagen im Ausland, etwa in Mexiko. Und auch die in den USA gebauten Fahrzeugen kommen schĂ€tzungsweise nur zu 40 bis 50 Prozent aus dem eigenen Land.
Auch deutsche Unternehmen exportieren in gröĂerem Umfang Autoteile in die USA - sowohl als Lieferung fĂŒr amerikanische Autobauer als auch fĂŒr die Autofabriken deutscher Hersteller in den USA. Die US-Werke der deutschen Autohersteller sind darĂŒber hinaus auf Importe aus DrittlĂ€ndern angewiesen.
RĂŒckzahlungen bei Autoteile-Zöllen
Nun ist den Berichten zufolge eine Ăbergangsphase bei den 25-Prozent-Zöllen fĂŒr Bauteile geplant. Hersteller sollen davon im ersten Jahr bis zu 3,75 Prozent des Werts eines in den USA gebauten Fahrzeugs zurĂŒckerstattet bekommen, schrieb das "Wall Street Journal". Im zweiten Jahr falle der Anteil auf 2,5 Prozent - und ab dem dritten Jahr gebe es keine RĂŒckzahlungen mehr.
US-Handelsminister Howard Lutnick betonte in einer Stellungnahme bei Bloomberg, die Regierung belohne damit Hersteller, die in den USA produzieren wollten. Branchenvertreter hatten nach Trumps Zöllen auch darauf hingewiesen, dass die Fabriken nicht kurzfristig in die Vereinigten Staaten verlegt werden könnten.
Trump wolle die Erleichterungen vor einem Auftritt in der NĂ€he der US-Autometropole Detroit am Dienstagabend festzurren, hieĂ es in den Medienberichten.

