Biden-Versprecher: Putin statt Selenskyj
12.07.2024 - 06:26:34Biden sprach ĂŒber den russischen Angriffskrieg und wollte dann das Wort Selenskyj erteilen. Er sagte: "Nun ĂŒbergebe ich das Wort an den PrĂ€sidenten der Ukraine, der ebenso viel Mut wie Entschlossenheit besitzt. Meine Damen und Herren: PrĂ€sident Putin."
Noch wĂ€hrend er sich vom Rednerpult wegdrehte, bemerkte der 81-JĂ€hrige den Fehler. Er korrigierte sich unmittelbar und sagte entschuldigend, er sei so sehr darauf konzentriert, Putin zu besiegen. Selenskyj, der neben ihm auf der BĂŒhne stand, konterte scherzhaft mit den Worten: "Ich bin besser."
Biden steht bei dem Nato-Treffen unter stÀndiger Beobachtung, nachdem er bei einem TV-Duell gegen Trump Ende Juni Zweifel an seiner geistigen und körperlichen Fitness gesÀt hatte. Die ersten beiden Tage kam Biden als Gastgeber nahezu pannenfrei durch.
Die gröĂten Schnitzer leistet sich Biden aber ohnehin in der Regel nicht, wenn er Reden vom Teleprompter abliest. Schwierig wird es fĂŒr den Demokraten, der nach der US-Wahl im November wieder ins WeiĂe Haus einziehen will, wenn er frei spricht.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), der ebenfalls auf der BĂŒhne stand und die Szene etwas perplex beobachtete, kommentierte den Vorfall nĂŒchtern: "Versprecher passieren." Wenn man genug beobachte, finde man auch genug Fehler. Der Inhalte von Bidens Rede Ă€ndere sich dadurch nicht.
Die eigentliche BewĂ€hrungsprobe fĂŒr den US-PrĂ€sidenten steht aber noch aus: In der Nacht zum Freitag will er zum Ende des Nato-Gipfels eine Pressekonferenz geben./trö/DP/stk

