Biden kritisiert Trump fĂŒr Kapitol-Sturm und nennt ihn 'Jammerlappen'
28.06.2024 - 06:16:53"Er hat diese Leute ermutigt", sagte Biden am Donnerstagabend (Ortszeit) beim TV-Duell gegen seinen republikanischen Konkurrenten in Atlanta. Trump habe drei Stunden lang im WeiĂen Haus gesessen und nicht eingegriffen, wĂ€hrend seine AnhĂ€nger Fenster eingeschlagen, das ParlamentsgebĂ€ude besetzt und brutal gewĂŒtet hĂ€tten. Stattdessen habe Trump diese Leute als "Patrioten" bezeichnet und wolle ihnen ihre Strafen erlassen. "Und jetzt sagt er, wenn er wieder verliert - so ein Jammerlappen, der er ist -, dass es ein Blutbad geben könnte", wetterte Biden.
Am 6. Januar 2021 hatten AnhĂ€nger Trumps gewaltsam das Kapitol in Washington gestĂŒrmt. Dort war der Kongress zusammengekommen, um den Sieg Bidens bei der PrĂ€sidentenwahl von 2020 formal zu bestĂ€tigen. Trump hatte seine AnhĂ€nger zuvor bei einer Rede durch unbelegte Behauptungen aufgewiegelt, dass ihm der Wahlsieg durch massiven Betrug gestohlen worden sei. Infolge der Krawalle kamen damals fĂŒnf Menschen ums Leben. Die Attacke wirkt bis heute nach. Biden warnt seitdem immer wieder, dass Trump eine Gefahr fĂŒr die Demokratie sei. Trump hĂ€lt bis heute an der LĂŒge vom Wahlbetrug fest.
Auch bei der Debatte wies Trump alle VorwĂŒrfe wegen des Kapitol-Sturms von sich und sagte, er habe seinen AnhĂ€ngern damals gesagt, sie sollten "friedlich und patriotisch" demonstrieren.
Trump bedient sich regelmĂ€Ăig radikaler Rhetorik, benutzt hasserfĂŒllte Sprache und hetzt seine AnhĂ€nger auf. Im laufenden Wahlkampf hatte er Mitte MĂ€rz darĂŒber gesprochen, wie er den Verkauf chinesischer Autos auf dem US-Markt erschweren will. Er schob nach: "Wenn ich nicht gewĂ€hlt werde, wird es ein Blutbad geben. (...) Es wird ein Blutbad fĂŒr das Land sein." Das schlug groĂe Wellen. Trumps Wahlkampfteam wiegelte ab und bemĂŒhte damals die Argumentation, der Ex-PrĂ€sident habe nur ĂŒber die US-Autoindustrie gesprochen, das "Blutbad"-Zitat sei aus dem Kontext gerissen geworden.

