Biden erlaubt sich im Wahlkampf harschen Seitenhieb gegen Putin
22.02.2024 - 06:10:18 | dpa.deBei einer Rede in San Francisco an der WestkĂŒste bezeichnete Biden den Kremlchef am Mittwochabend (Ortszeit) laut mit ihm reisender Pressevertreter als einen "verrĂŒckten SOB". Die AbkĂŒrzung "SOB" steht im Englischen fĂŒr "son of a bitch", ein Schimpfwort, dessen unschmeichelhafte Palette an Bedeutungen weit reicht: von "Bastard" oder "ScheiĂkerl" bis hin zur sehr wörtlichen und eher ungebrĂ€uchlichen Ăbersetzung "Hurensohn".
Biden hatte an der Stelle der Rede eigentlich ĂŒber den Klimawandel als existenzielle Bedrohung der Menschheit gesprochen und Putin nur beilĂ€ufig erwĂ€hnt. SinngemÀà sagte er, es gebe verrĂŒckte Mistkerle wie Putin, und es bestehe immer die Gefahr eines mit Atomwaffen gefĂŒhrten Konflikts, die eigentliche existenzielle Bedrohung der Menschheit aber sei die VerĂ€nderung des Klimas. Der 81-JĂ€hrige sprach vor einer kleinen Gruppe von Geldgebern seiner Kampagne. Bei Veranstaltungen wie diesen, die nicht live im Fernsehen ĂŒbertragen werden, neigt Biden mitunter dazu, freier zu sprechen.
Der Demokrat, der sich bei der PrĂ€sidentenwahl im November eine zweite Amtszeit sichern möchte, hat das Schimpfwort schon frĂŒher verwendet. Als ein Reporter dem PrĂ€sidenten im Januar 2022 am Rande eines öffentlichen Auftritts in Washington eine Frage zuwarf, murmelte Biden hörbar fĂŒr alle, da sein Mikrofon noch angeschaltet war: "What a stupid son of a bitch."/trö/DP/zb
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