Biden, Freigabe

Biden blockiert Freigabe von Tonaufnahme eigener Befragung

16.05.2024 - 19:00:44

US-PrÀsident Joe Biden untersagt die Freigabe einer Tonaufnahme einer Befragung zur AffÀre um geheime Regierungsdokumente in seinen PrivatrÀumen.

Er mache dafĂŒr von seinem sogenannten Exekutivprivileg Gebrauch, hieß es in einem Brief des Weißen Hauses an Mitglieder des Kongresses vom Donnerstag. Es gebe keine Notwendigkeit fĂŒr die Freigabe und es sei vermutlich das Ziel, diese "zu zerhacken, zu verzerren und fĂŒr parteipolitische Zwecke zu verwenden". Eine Mitschrift der Befragung, das Sonderermittler Robert Hur fĂŒhrte, wurde bereits veröffentlicht.

Das Exekutivprivileg ermöglicht es dem US-PrĂ€sidenten, Informationen vor Untersuchungen des Kongresses oder der Justiz unter Verweis auf die nationale Sicherheit zurĂŒckzuhalten.

Hintergrund sind Versuche der Republikaner im US-ReprĂ€sentantenhaus, US-Justizminister Merrick Garland wegen Missachtung des Kongresses vor Gericht zu bringen. Sie hatten von ihm gefordert, eben jene Tonaufnahme zur VerfĂŒgung stellt. Garland lehnte dies ab. Bidens Brief dĂŒrfte ihn nun entlasten.

Sondermittler Hur hatte Biden im Oktober befragt, um den Fund geheimer Regierungsunterlagen in dessen privaten RĂ€umen zu untersuchen. Der Austausch diente als Grundlage fĂŒr einen Untersuchungsbericht, der am Ende zwar keine strafrechtliche Anklage gegen Biden gerechtfertigt sah, den US-PrĂ€sidenten jedoch als "wohlmeinenden Ă€lteren Mann mit einem schlechten GedĂ€chtnis" bezeichnete, was zu Fragen nach Bidens Eignung fĂŒr das PrĂ€sidentenamt fĂŒhrte./trö/DP/men

@ dpa.de