USA und China planen erste GesprÀche zu Zöllen
07.05.2025 - 01:57:14Im Handelskonflikt zwischen den USA und China sind die ersten hochrangigen GesprĂ€che angekĂŒndigt worden. Finanzminister Scott Bessent werde am 8. Mai in die Schweiz reisen und dort auch mit einem fĂŒhrenden Wirtschaftsvertreter der Volksrepublik China zusammentreffen, teilte das US-Finanzministerium mit.
Das chinesische Handelsministerium sowie Chinas Staatsmedien bestĂ€tigten ebenfalls ein Treffen zwischen beiden Seiten. Demnach wird Vize-MinisterprĂ€sident He Lifeng in der Schweiz Bessent treffen. Unter BerĂŒcksichtigung der globalen Erwartungen, der Interessen der chinesischen Seite und der Appelle der US-Industrie und der Verbraucher habe die chinesische Seite beschlossen, mit der US-Seite Kontakt aufzunehmen, hieĂ es weiter.Â
Nach Angaben Pekings kontaktierten die USA zuletzt China in der Hoffnung, ĂŒber die «Zölle und andere Fragen» sprechen zu können. Dazu hĂ€tten hochrangige US-Beamte Informationen ĂŒbermittelt. China habe diese US-Angaben nun sorgfĂ€ltig geprĂŒft. Parallel betonte das Handelsministerium, dass ein Dialog nur auf gegenseitigem Respekt und Augenhöhe stattfinden könne. Eine Lösung durch Verhandlungen könnte nur erfolgen, wenn die USA sich der Auswirkungen ihrer ZollmaĂnahmen bewusst wĂŒrden und ihre fehlerhaften Praktiken korrigierten.
Bessent: Geht erst einmal um Deeskalation
In einem Interview im Nachrichtensender Fox News sagte der Finanzminister, er gehe davon aus, dass sich beide Seiten bei dem Treffen erst einmal darauf einigen, worĂŒber sie sprechen wollen. «Ich habe das GefĂŒhl, dass es um eine Deeskalation geht, nicht um das groĂe Handelsabkommen, aber wir mĂŒssen erst deeskalieren, bevor wir vorankommen können.»
Treffen am Samstag und Sonntag
Bessent sagte, er hatte vor, nach Europa zu reisen, um mit der Schweiz ĂŒber den Handelskonflikt zu verhandeln. Dann habe sich herausgestellt, dass auch das chinesische Team durch Europa reise und in der Schweiz sein werde. «Also werden wir uns am Samstag und Sonntag treffen», sagte Bessent. Die USA und China hĂ€tten ein gemeinsames Interesse daran, sich zu einigen. Die hohen augenblicklichen Zölle seien das Ăquivalent zu einem Embargo.
Seit der Eskalation im Handelsstreit zwischen den beiden gröĂten Volkswirtschaften der Welt Anfang April verhĂ€ngte US-PrĂ€sident Donald Trump bis zu 145 Prozent Zusatzzölle auf Waren-Importe aus China. Peking verlangt im Gegenzug auf Einfuhren aus den USA AufschlĂ€ge in Höhe von 125 Prozent.
Trump hatte sich zuletzt wiederholt widersprĂŒchlich zu der Frage geĂ€uĂert, ob es zwischen den USA und China GesprĂ€che gebe. ZunĂ€chst hatte er behauptet, es gebe einen Austausch mit Peking. Das chinesische AuĂenamt dementierte das.





