Analyse: Hohe Abgaben fĂŒr EU-Firmen durch Trumps Zoll-PlĂ€ne
25.02.2025 - 05:00:44Im Fall wechselseitiger US-Zölle könnten auf Unternehmen in der EU einer Berechnung zufolge durchschnittlich um 13 Prozentpunkte höhere Zölle zukommen. Das geht aus einer Analyse des Kreditversicherers Allianz Trade hervor. Es steht bislang nicht fest, dass die USA tatsĂ€chlich Zölle in solcher Höhe erheben werden.Â
US-PrĂ€sident Donald Trump hatte die sogenannten reziproken Zölle Mitte Februar angekĂŒndigt und eine entsprechende Anordnung unterschrieben. Reziproke Zölle bedeuten im Prinzip, dass die USA ĂŒberall dort Zölle anheben, wo sie derzeit weniger verlangen als ihre Handelspartner. Trump hatte in der Vergangenheit gesagt, mit diesen Zöllen das Handelsungleichgewicht der USA korrigieren zu wollen.Â
USA wollen Handelsdefizite ausgleichen
Am stĂ€rksten trĂ€fen die Zölle nach den Berechnungen von Allianz Trade Argentinien, Indien, Brasilien, Chile und Kenia. Möglich seien Zollerhöhungen um 23 bis zu 34 Prozentpunkte, teilte Allianz Trade mit. Chinesische Unternehmen könnten kĂŒnftig um zwölf Prozentpunkte höhere Zölle zahlen. «Die Handelsdefizite mit diversen LĂ€ndern sind den USA ein Dorn im Auge», sagte Allianz-Trade-Volkswirtin, Françoise Huang.Â
In der Analyse hat Allianz Trade nicht allein direkte Zölle auf US-Exporte ausgewertet, sondern auch Steuern wie die Mehrwertsteuer, Einfuhrquoten und weitere Vorgaben.


