US-Sicherheitsberater Jake Sullivan in Kiew
20.03.2024 - 23:11:49Sullivan sprach am Mittwoch mit dem Leiter des ukrainischen PrĂ€sidialamtes, Andrij Jermak, und anderen ranghohen Vertretern. Dabei habe der Sicherheitsberater von PrĂ€sident Joe Biden die vielen verschiedenen Hilfsprogramme fĂŒr das von Russland brutal angegriffene Land unterstrichen, teilte der Nationale Sicherheitsrat in Washington mit.
Zugleich habe Sullivan den US-Kongress aufgefordert, neues Geld fĂŒr die Ukraine freizugeben. Die UnterstĂŒtzung fĂŒr Kiew wird seit Monaten durch Streit zwischen Republikanern und Demokraten im US-Parlament blockiert.
"Wir wissen mit Sicherheit, dass die Regierung von PrĂ€sident Biden und das gesamte Team heute alles tun, um das notwendige Hilfspaket zu verabschieden", sagte Jermak nach dem Treffen. Bei dem GesprĂ€ch ging es nach seinen Angaben um die Vorbereitung auf den kommenden Nato-Gipfel in Washington. Gesprochen worden sei auch ĂŒber den geplanten Gipfel zu PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyjs Friedensformel, der in der Schweiz stattfinden soll.
Selenskyjs Plan sieht einen vollstÀndigen Abzug russischer Truppen aus der Ukraine vor. Es geht ihm aber auch um das Einhalten internationalen Rechts, atomare Sicherheit und eine funktionierende weltweite Nahrungsmittelversorgung. Mit diesen Themen versucht die Ukraine, Entwicklungs- und SchwellenlÀnder auf ihre Seite zu ziehen.
DarĂŒber sprach Selenskyj am Mittwoch auch mit dem indischen Regierungschef Narendra Modi. Nach Angaben des PrĂ€sidialamtes unterstrich Selenskyj, wie wichtig eine Teilnahme Indiens an dem Gipfel sei. Indien unterhĂ€lt traditionell enge Beziehungen zu Russland und ist einer der wichtigsten Kunden fĂŒr russisches Ăl, das vom Westen nicht mehr gekauft wird. Neu-Delhi verhĂ€lt sich neutral zu dem seit ĂŒber zwei Jahren dauernden Angriffskrieg gegen die Ukraine, hat Moskau aber vor dem möglichen Einsatz von Atomwaffen gewarnt.

