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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 15.04.2025 - 17.00 Uhr

15.04.2025 - 17:05:03

US-Zollpolitik lÀsst ZEW-Konjunkturerwartungen einbrechenMANNHEIM - Die Zollpolitik der US-Regierung hat Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten im April einbrechen lassen.

ROUNDUP/ Deutschland: US-Zollpolitik lÀsst ZEW-Konjunkturerwartungen einbrechen

MANNHEIM - Die Zollpolitik der US-Regierung hat Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten im April einbrechen lassen. Das Stimmungsbarometer des Forschungsinstituts ZEW fiel gegenĂŒber dem Vormonat um 65,6 Punkte auf minus 14,0 Punkte, wie das Zentrum fĂŒr EuropĂ€ische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte. Es ist der stĂ€rkste RĂŒckgang der Erwartungen seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Jahr 2022. Analysten hatten im Schnitt mit einem RĂŒckgang auf plus 10,0 Punkte gerechnet.

USA: Einfuhrpreise steigen schwÀcher als erwartet

WASHINGTON - Die Preise von in die USA importierten GĂŒtern sind im MĂ€rz schwĂ€cher als erwartet gestiegen. Im Jahresvergleich legten die Importpreise um 0,9 Prozent zu, wie das Arbeitsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Es ist die niedrigste Jahresrate seit vergangenen Oktober. Bankvolkswirte hatten im Schnitt mit einem Anstieg um 1,4 Prozent gerechnet. Im Februar hatte die Jahresrate bei revidierten 1,6 Prozent gelegen. ZunĂ€chst waren 2,0 Prozent ermittelt worden.

Eurozone: Industrieproduktion steigt stÀrker als erwartet

LUXEMBURG - Die Industrieproduktion in der Eurozone ist im Februar unerwartet deutlich gestiegen. Im Monatsvergleich habe die Fertigung um 1,1 Prozent zugelegt, teilte das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg mit. Volkswirte hatten im Schnitt lediglich einen Anstieg um 0,3 Prozent erwartet. Im Januar war die Produktion nach revidierten Daten um 0,6 Prozent gestiegen. ZunÀchst war ein Anstieg um 0,8 Prozent ermittelt worden.

Vance: USA 'frustriert' ĂŒber europĂ€ische Migrationspolitik

LONDON/WASHINGTON - Nach Ansicht des US-VizeprĂ€sidenten JD Vance ignorieren europĂ€ische Regierungen den Willen ihrer WĂ€hler, die Migration zu begrenzen. "Wir sind sehr frustriert", sagte er dem britischen Portal "Unherd". Der Grund sei, "dass die europĂ€ischen Bevölkerungen immer wieder nach einer vernĂŒnftigeren Wirtschafts- und Migrationspolitik schreien und die FĂŒhrer Europas immer wieder Wahlen absolvieren und den europĂ€ischen Völkern immer wieder das Gegenteil von dem bieten, wofĂŒr sie gestimmt zu haben scheinen."

Rechnungshof: Milliarden mehr Steuereinnahmen möglich

BERLIN - Die neue Bundesregierung könnte mit einer konsequenteren Politik nach Ansicht des Bundesrechnungshofs Milliarden zusĂ€tzliche Steuern einnehmen. "Die HandlungsspielrĂ€ume sind enorm", sagte Rechnungshof-PrĂ€sident Kay Scheller in Berlin. Allein bei SteuervergĂŒnstigungen habe der Bund ein Einsparpotenzial von jĂ€hrlich 23 Milliarden Euro. Weitere Milliarden könnten laut einem Sonderbericht eingenommen werden, wenn Steuerbetrug wirksamer bekĂ€mpft und der Steuervollzug verbessert wĂŒrde.

Fed-Mitglied Waller: Trumps Zölle großer Schock fĂŒr US-Wirtschaft

WASHINGTON - Die aggressive Zollpolitik des US-PrĂ€sidenten Donald Trump könnte nach EinschĂ€tzung des Direktors der US-Notenbank Fed, Christopher Waller, gravierende Folgen fĂŒr die amerikanische Wirtschaft haben. Die neue Zollpolitik sei "einer der grĂ¶ĂŸten Schocks fĂŒr die US-Wirtschaft seit vielen Jahrzehnten", sagte Waller am Montagabend in einer Rede in St. Louis. Die Auswirkungen der Zollpolitik bezeichnete der Notenbanker als "höchst ungewiss". Daher sei auch der Ausblick auf die weitere konjunkturelle Entwicklung "höchst unsicher". Vor diesem Hintergrund mĂŒsse die Geldpolitik flexibel bleiben.

Kundenhinweis:ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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