IWF: Iran-Krieg treibt Inflation und bedroht Lieferketten
31.03.2026 - 08:56:46 | dpa.de
Der Krieg im Nahen Osten hat nach Ansicht des Internationalen WĂ€hrungsfonds (IWF) weitreichende Folgen fĂŒr Energiehandel, globale Lieferketten und FinanzmĂ€rkte und belastet die Weltwirtschaft erheblich.
In einem Blogbeitrag beschreibt der IWF den Konflikt als «globalen, aber asymmetrischen Schock», der vor allem ĂŒber drei KanĂ€le wirkt: Energiepreise, Handel und Finanzbedingungen. Besonders gravierend sei die Störung der Energieversorgung.Â
«Der Krieg verĂ€ndert auch die Lieferketten fĂŒr GĂŒter des tĂ€glichen Bedarfs und kritische Produktionsmittel», betont der IWF. Die Umleitung von Tankern und Containerschiffen erhöhe die Fracht- und Versicherungskosten und verlĂ€ngere die Lieferzeiten. FlugausfĂ€lle an wichtigen Drehkreuzen am Golf beeintrĂ€chtigten den globalen Tourismus und verkomplizierten den Handel.
Sorge um Lebensmittelpreise
Staaten, Unternehmen und Verbraucher spĂŒrten bereits die Auswirkungen dieser Lieferkettenprobleme. «Da die DĂŒngemittellieferungen â von denen etwa ein Drittel die StraĂe von Hormus passiert â unterbrochen sind, wĂ€chst die Sorge um die Lebensmittelpreise.» Ursache seien höhere Preise fĂŒr DĂŒngemittel und andere Vorprodukte.
Insgesamt drohen laut IWF eine weltweit steigende Inflation und ein schwĂ€cheres Wachstum. Wie stark die Auswirkungen ausfallen, hĂ€nge von Dauer, Ausweitung und Zerstörungskraft des Konflikts ab. Klar sei aber schon jetzt: Die wirtschaftlichen Risiken nehmen zu.Â
In LĂ€ndern, in denen die Menschen einen groĂen Teil ihres Einkommens fĂŒr Lebensmittel ausgeben â insbesondere in Afrika, Teilen des Nahen Ostens und Mittelamerika â, seien höhere Preise mit akuten sozialen und wirtschaftlichen Kosten verbunden. Aber auch in Europa wĂŒrde ein weiterer energiebedingter Preisanstieg die bestehenden Belastungen durch die Lebenshaltungskosten noch verschĂ€rfen.
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