VerspÀtungen bescheren Bahn 700 Millionen Euro Umsatzverlust
21.12.2024 - 05:00:00"Das wird ein deutlich dreistelliger Millionenbetrag", sagte Lutz. Das fĂŒhrt dazu, dass die DB Fernverkehr 2024 einen Verlust erwirtschaften wird. 70 Prozent pĂŒnktliche FernzĂŒge hatte sich Lutz fĂŒr 2024 vorgenommen. Wenige Tage vor dem Jahreswechsel zeichnet sich nun ab, dass nicht mal 65 Prozent von ihnen mit weniger als sechs Minuten VerspĂ€tung ihr Ziel erreichen werden. Auch fĂŒr 2025 will Lutz nicht 70 Prozent PĂŒnktlichkeit versprechen. Zumindest an den Festtagen erwartet er aber pĂŒnktliche ZĂŒge: "Wir haben im Weihnachtsverkehr traditionell alles auf den Schienen, was rollt. Wir reduzieren auch unsere BautĂ€tigkeit", sagte Lutz. Dadurch erhole sich die PĂŒnktlichkeit in den beiden letzten Dezemberwochen. "Insofern muss sich niemand Sorgen machen." Um die PĂŒnktlichkeitskrise zu lösen, hat der Aufsichtsrat der Bahn am Freitag die Generalsanierung von elf weiteren Hauptstrecken bis Ende 2027 beschlossen. Die Entscheidung fiel, nachdem der Haushaltsausschuss im Bundestag am Mittwoch die RĂŒckzahlung von 2,7 Milliarden Euro an den Konzern bewilligte. Er erhĂ€lt nun trotz vorlĂ€ufiger HaushaltsfĂŒhrung laut "Tagesspiegel"-Bericht auch 8,5 Milliarden Euro zusĂ€tzliches Eigenkapital. Lutz zeigte sich erleichtert ĂŒber die Entscheidung: "Die Zuspitzung der Krise hat auch bei uns im Unternehmen Denkblockaden gelöst und radikal neue Lösungen ermöglicht", sagte er. "Eine Vollsperrung einer zentralen Strecke wie der Riedbahn wurde frĂŒher als Teufelszeug betrachtet." Nun sei die jetzt sanierte Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim die Blaupause fĂŒr Sanierungen von 1.500 Kilometern im Kernnetz bis Ende 2027.


